“Solche Dinge werden leider schnell verdrängt”

Die Bundesrepublik ist als Nato-Mitglied mitverantwortlich für die Bombardierung der Brücke von Varvarin 1999, sagt der ehemalige Bonner SPD-Abgeordnete Hans Wallow. In Köln wird heute über die Klage der Opfer entschieden

taz köln, 16.06.2005 S. 4

Interview taz köln

taz: Heute wird der 7. Senat des Oberlandesgerichts Köln sein Urteil im Rechtsstreit der Bürger von Varvarin gegen die Bundesrepublik Deutschland fällen. Wie wird die Entscheidung ausfallen, Herr Wallow? Hans Wallow: Ich befürchte, dass die Klage der Angehörigen der Opfer des Bombenangriffs auf die Brücke von Varvarin erneut abgewiesen wird. Wünschen würde ich mir natürlich, … Weiterlesen

“Die PDS hat mit den Koalitionen ihre Unschuld verloren”

Nach der Landtagswahl wird die Zukunft der Linken neu diskutiert, sagen die Kölner Kandidaten von PDS und Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG), Paul Schäfer und Werner Ley. Eine Kooperation können sie sich wegen unterschiedlicher Politikansätze vorerst nicht vorstellen

taz köln, 19.05.2005 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Ley, was unterscheidet die WASG von der PDS? Werner Ley: Auf der programmatischen Ebene haben wir die wenigsten Probleme mit der PDS. Da gibt es wenig, was mit unseren Forderungen nicht übereinstimmen würde. Die Unterschiede liegen eher in der Geschichte, der politischen Kultur und Herangehensweise. taz: Wie unterscheiden sich PDS und WASG, Herr … Weiterlesen

“Unsere Kritik kursiert weltweit”

Die heutige Hauptversammlung des Chemiekonzerns Bayer soll für sichtbare Proteste genutzt werden, kündigt Philipp Mimkes von der Coordination gegen Bayer-Gefahren an

taz köln, 29.04.2005 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Mimkes, die Coordination gegen Bayer-Gefahren protestiert jedes Jahr bei der Bayer-Hauptversammlung in Köln gegen die Unternehmenspolitik. Warum heute wieder? Philipp Mimkes: Es gibt eine Reihe von Missständen. Zum Beispiel wurde Bayer im letzten Jahr vier mal bei Preisabsprachen mit der Konkurrenz erwischt und musste Millionen Euro Strafe zahlen. Das ist ein Betrug an … Weiterlesen

“Uruguay hat eine Schwäche für Plebiszite”

Wo soziale Konflikte aufbrechen, ist das Radiokollektiv Testimonios aus Uruguay nicht fern. Testimonios-Mitglied Graciela Salsamendi sucht nun Mitstreiter in Köln. Und erklärt, warum in Uruguay 65 Prozent gegen Privatisierung sind

taz köln, 21.04.2005 S. 4

Interview taz köln

taz: Frau Salsamendi, in Uruguay haben sich 65 Prozent der Bevölkerung in einem Referendum gegen eine Privatisierung der Wasserversorgung ausgesprochen. Wie haben es die Privatisierungsgegner geschafft, so eine große Mehrheit hinter sich zu bringen? Graciela Salsamendi: Die Uruguayer haben eine Schwäche für Plebiszite. Es gab viele Volksabstimmungen in den letzten Jahren, die alle gewonnen wurden. … Weiterlesen

“Weichen gegen Reformen gestellt”

Trotz des Todes von Papst Johannes Paul II. sind keine kirchlichen Reformen zu erwarten, sagt Manfred Brodeßer, Sprecher des "Kölner Netzwerk für eine geschwisterliche Kirche"

taz köln, 04.04.2005 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Brodeßer, Sie sind gläubiger Katholik. Was haben Sie empfunden, als Sie vom Tod von Karol Wojtyla erfahren haben? Manfred Brodeßer: Da ist ein beeindruckender Mensch gestorben. Das erfüllt einen schon mit Trauer. taz: Sie engagieren sich seit Jahren im “Kölner Netzwerk” für kirchliche Reformen. Wie bewerten Sie Wojtylas Amtszeit als Papst Johannes Paul … Weiterlesen

“Ein Kölner Bürgerhaushalt ist machbar”

Die Stadt muss einen Zeitplan für einen Bürgerhaushalt aufstellen, fordert Herbert Bretz von der KölnAgenda. Auf einer Tagung am Samstag will der Bürgerverein Methoden erarbeiten, um den Haushalt verständlicher zu machen

taz köln, 18.03.2005 S. 4

Interview taz köln

taz: Herr Bretz, KölnAgenda will Kölns Haushaltsprobleme mit einem Bürgerhaushalt lösen. Was verstehen Sie darunter? Herbert Bretz: Erstens soll der Haushalt durch umfangreiche Information für die Bürger transparent gemacht werden. Zweitens sollen die Bürger bei der Aufstellung des Haushaltes umfassend beteiligt werden. taz: Was ist der Vorteil dabei? Herbert Bretz: Der Kölner Haushalt ist heute … Weiterlesen

“Beobachten, wo das Geld bleibt”

Die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) bedauert im Gespräch mit der taz die verbalen Entgleisungen von Kardinal Meisner. Beim Sparen und in der Kulturpolitik sieht sie Handlungsbedarf

taz köln, 26.01.2005 S. 4

Interview taz köln

taz: Frau Scho-Antwerpes, in seiner Predigt am Dreikönigstag hat der Kölner Erzbischof Meisner den Schwangerschaftsabbruch in eine Reihe mit den Verbrechen Hitlers und Stalins gestellt. Wenige Tage zuvor hatte er sogar gesagt, Abtreibung stelle “wohl alle bisherigen Verbrechen der Menschheit in den Schatten”. Republikweit wurde über die Entgleisung des Kölner Kardinals berichtet, der Zentralrat der … Weiterlesen

“Unsere Forderung ist nach wie vor: Weg mit Hartz IV”

Wenn die Menschen die Auswirkungen von Hartz IV zu spüren bekommen, wird auch der Protest gegen die Reform wieder zunehmen, hoffen Lisa Höchtl und Bernd Weber von der Kölner Montagsdemo-Initiative. Mit weiteren Montagsdemos wollen sie das ungeliebte Gesetz zu Fall bringen

taz köln, 03.01.2005 S. 1

Interview taz köln

taz: Der heutige 3. Januar ist der erste Montag nach Einführung von Hartz IV. Gibt es wieder eine Montagsdemo? Lisa Höchtl: Auf jeden Fall. Wir werden dort die Aktion “Agenturschluss” (siehe Kasten) vom Vormittag aus- und bewerten. Die Montagsdemo ist eine ganz wichtige Institution geworden, da sie regelmäßig seit einem halben Jahr stattfindet, trotz heftigen … Weiterlesen

“Linkes Sektierertum vermeiden”

Seit 20 Jahren gibt es die Alternative Liste an der Uni Köln. Warum die Gruppe nie zerfallen ist und welche Zukunft linke Politik an der Uni hat, erklärt AL-Mitbegründer und -Mitglied Dieter Asselhoven

taz köln, 04.11.2004 S. 4

Interview taz köln

taz: Herr Asselhoven, die Alternative Liste der Uni Köln feiert heute Abend 20. Geburtstag. Sie waren von Anfang an dabei. Hätten Sie gedacht, dass die AL so lange Bestand hat? Dieter Asselhoven: Zumindest so lange, wie ich an der Uni bin… Aber ich wusste damals ja nicht, wie lange ich überhaupt eingeschrieben sein würde. taz: … Weiterlesen

“Wir haben Hemmungen, ‘Kapitalismus’ zu sagen”

Morgen gibt es im Naturfreundehaus Kalk erstmals einen Kölner Attac-"Ratschlag". Die Globalisierungskritiker wollen sich neue Strukturen geben und über Sozialabbau diskutieren. Worte wie Klassenkampf und Kapitalismus dürfen dabei nicht tabu sein, sagt Attac-Mitglied Heinrich Piotrowski

taz köln, 08.10.2004 S. 1

Interview taz köln

taz: Attac Köln lädt erstmals zu einem “Ratschlag” ein. Warum? Heinrich Piotrowski: In der Anfangsphase von Attac hatten wir keine oder schlecht funktionierende Arbeitskreise. Dafür war aber das Plenum immer gut besucht. Heute ist es umgekehrt. Jetzt müssen die Arbeitskreise, die zur Zeit relativ autonom arbeiten, wieder zusammenfinden, damit Attac Köln auch eine Identität als … Weiterlesen

“Ich habe die wirtschaftlichen Risiken intensiv geprüft”

Karl Jürgen Klipper, CDU-Spitzenpolitiker und bis vor kurzem Vorsitzender seiner Fraktion im Kölner Stadtrat, über die Privatisierung hoheitlicher Aufgaben, über Cross-Border-Leasing, den wirtschaftlichen Vorteil von Public Private Partnership für die Stadt sowie die Frage öffentlicher Kontrolle

taz köln, 28.08.2004 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Klipper, die CDU hat in ihrem Programm zur Kommunalwahl eine ganze Liste möglicher Privatisierungsobjekte aufgeführt: Stadtgärtnerei, städtische Baumschulen, städtische Druckerei et cetera. Wie kommt diese Liste zustande? Karl Jürgen Klipper: Wir müssen heute überlegen, welche Aufgaben die öffentliche Hand noch erledigen soll und welche viel besser durch den Markt geregelt werden. Eine Gärtnerei … Weiterlesen

“Wenn Krach sein muss, gibt es Krach”

Von der Demonstration am 3. April erhofft sich Kölns DGB-Chef einen Schulterschluss der Kritiker sozialen Kahlschlags. Als Gewerkschafter sehe er sich dabei als Sprachrohr der Mehrheit, meint Wolfgang Uellenberg-van Dawen im taz-Gespräch

taz köln, 01.04.2004 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Uellenberg-van Dawen, am 3. April geht’s in Köln auf die Straße gegen Sozialabbau in Europa. An wen stellt der DGB dort welche Forderungen? Wolfgang Uellenberg-van Dawen: Adressaten sind Bundesregierung und Bundesrat. Wir haben vier Forderungen. Erstens: Arbeit darf nicht arm machen, das heißt weg mit den veränderten Zumutbarkeitsregelungen. Zweitens: Rente und Krankheit dürfen … Weiterlesen

“Politischen Preis für Krieg in die Höhe treiben”

Am Samstag wird weltweit gegen Krieg und Besatzung demonstriert, auch in Köln. Protest gegen Krieg und gegen Sozialabbau gehört zusammen, sagt der Kölner Gewerkschafter Thies Gleiss. Er fordert Streik gegen die Kriegseinsätze

taz köln, 19.03.2004 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Gleiss, warum gehen Sie als Gewerkschafter morgen “gegen Krieg und Besetzung des Irak” auf die Straße? Thies Gleiss: Weil es einen engen Zusammenhang gibt zwischen der Sparpolitik mit der Agenda 2010 und dem Versuch, unter Einsatz militärischer Mittel eine neue Weltordnung aufzubauen, in der Deutschland seinen angestammten Platz haben soll: Es geht darum, … Weiterlesen

Türkische Familien bieten bei Armut mehr Halt

In einer Untersuchung der Universitäten Köln und Bonn sollen die Lebensumstände in den Kölner Problemvierteln Vingst und Höhenberg unter die Lupe genommen werden. Die taz sprach aus diesem Anlass mit dem Direktor des Forschungsinstituts für Soziologie der Uni Köln, Jürgen Friedrichs

taz köln, 25.02.2004 S. 4

Interview taz köln

taz: Herr Friedrichs, wer in den Stadtteilen Höhenberg oder Vingst wohnt, bekommt ab Freitag vielleicht von Ihnen bzw. Ihren Helfern Besuch. Um was geht es bei der Befragung? Jürgen Friedrichs: Es geht um die Frage, wie Menschen in Stadtteilen leben, die man im Allgemeinen als benachteiligt oder gar arm bezeichnet. Wir fragen, wie homogen die … Weiterlesen

“Flüchtlinge in jeden Stadtteil”

Klaus Jünschke vom Vorstand des "Kölner Appells gegen Rassismus" fordert dezentrale Unterbringung für Flüchtlinge. Nur durch Hilfe könne Verwahrlosung verhindert werden

taz köln, 04.02.2004 S. 1

Interview taz köln

taz: Herr Jünschke, nach der neuen Kriminalstatistik der Polizei ist Köln mit über 12.000 Diebstählen im Jahr Hauptstadt der Taschendiebe. Der “Kölner Appell gegen Rassismus” sagt hingegen, die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeichne ein schiefes Bild. Warum? Klaus Jünschke: Wenn man sich die PKS anschaut, steht da zum Thema Wirtschaftskriminalität noch nicht einmal eine halbe Seite. … Weiterlesen

“Ein wichtiger Etappensieg”

Proteste aus der Bevölkerung haben die Rheinenergie AG zur Verschiebung ihres Cross-Border-Leasing-Geschäfts veranlasst, meint der Kölner Attac-Aktivist Jürgen Crummenerl

taz köln, 08.12.2003 S. 1

Interview taz köln

taz: Die Rheinenergie AG hat das Cross-Border-Leasing-Geschäft, mit dem die Kölner Wasserwerke an einen US-Investor verkauft werden sollen, auf Eis gelegt. Haben die Bürgerproteste von Attac den Stopp bewirkt? Jürgen Crummenerl: Mir gegenüber hat Wilfried Räpple, der Zuständige für die Cross-Border-Leasing-Geschäfte der Rheinenergie AG, am Telefon die Formulierung gebraucht: “wegen der Diskussionen hier und in … Weiterlesen

“Die UNO wäre sicher der bessere Ort”

Gespräch mit Cecilia Oh über die Welthandelsorganisation, die Stellung der Entwicklungsländer in ihr sowie die Rolle der Nichtregierungsorganisationen

junge Welt, 06.09.2003 Wochenendbeilage, S. 4/5

Interview junge Welt

* Cecilia Oh kommt aus Malaysia, hat in Großbritannien Jura studiert und beobachtet in Genf für das „Third World Network“ (http://www.twnside.org.sg) die Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO. Das TWN hat seinen Hauptsitz in Malaysia und unterhält Büros in Afrika, Lateinamerika und Genf F: Vom 10. bis zum 14. September tagt im mexikanischen Cancún die fünfte Ministerkonferenz … Weiterlesen

Privatisierung auf dem Balkan: Bereicherung einer neuen Elite?

jW sprach mit Mirjana Dokmanovic. Sie ist Präsidentin des Frauenzentrum für Demokratie und Menschenrechte im serbischen Subotica

junge Welt, 03.07.2003 S. 3

Interview junge Welt

F: Wie weit ist die Privatisierung in Serbien-Montenegro fortgeschritten? Wir erleben gerade die dritte Welle der Privatisierung. Die erste war 1990, als Ergebnis der ökonomischen Krise, die zweite 1997. Beide hatten fast keine Auswirkungen, nur einige wenige Firmen wurden damals privatisiert. Nach den politischen Veränderungen im Oktober 2000 hat eine neue Welle begonnen. Der Internationale … Weiterlesen

Dienstleistungen unterm Hammer: Daseinsvorsorge nicht mehr für alle?

jW sprach mit Maria Mies. Sie ist eine der Organisatorinnen des Kongresses »Dienste ohne Grenzen? GATS, Privatisierung und die Folgen für die Frauen«, der vom 9. bis zum 11. Mai in Köln stattfindet. Sie ist emeritierte Professorin und lebt in Köln

junge Welt, 07.05.2003 S. 3

Interview junge Welt

F: In der WTO wird gerade über das Dienstleistungsabkommen GATS verhandelt. Sie haben die Verhandlungen wegen fehlender Demokratie und Transparenz kritisiert. Richtet sich Ihre Kritik nur gegen die Art der Verhandlungen oder auch gegen das GATS selbst? Auch der Inhalt ist ein einziger Skandal: Sämtliche Dienstleistungsbereiche sollen privatisiert, globalisiert und dereguliert werden. Das umfaßt ein … Weiterlesen

Die Iraker und die Besatzungstruppen: Was soll die Friedensbewegung fordern?

jW sprach mit Haitham Altaan von der »Irakischen Friedensinitiative gegen Krieg und Diktatur«

junge Welt, 24.04.2003

Interview junge Welt

*Haitham Altaan, 1961 in Mosul geboren, ist Maschinenbauingenieur und lebt seit sechs Jahren in Deutschland. Er ist in Köln in der »Irakischen Friedensinitiative gegen Krieg und Diktatur« aktiv und saß unter Saddam Hussein drei Jahre lang im Gefängnis F: Saddam Hussein und sein Regime sind gestürzt. Wie war Ihre Reaktion, als Sie davon erfahren haben? … Weiterlesen

“Kontrolle dem irakischen Volk überlassen”

Die "Irakische Friedensinitiative gegen Krieg und Diktatur" fordert eine begrenzte Aktivität amerikanischer Truppen im Irak. Die taz sprach mit Haitham Altaan, einem 1961 in Mosul geborenen Maschinenbauingenieur und Aktivisten, der unter Saddam Hussein drei Jahre im Gefängnis saß

taz köln / taz nrw, 17.04.2003 Nr. 137, S. 3

Interview taz köln taz nrw taz ruhr

taz: Saddam Hussein und sein Regime sind gestürzt. Wie war Ihre Reaktion, als Sie davon erfahren haben? Haitham Altaan: Ich bin froh, dass der Diktator schon weg ist. Aber ich habe immer noch keinen Kontakt zu meinen Verwandten in Bagdad. In der ersten Kriegswoche fiel eine Bombe auf den Stadtteil Shaab. Dort wohnen meine Schwester … Weiterlesen

Vorreiter der Militarisierung

"Für mich ist die Alternative ganz klar: Druck von unten, eine möglichst starke Oppositionsbewegung gegen eine Militarisierung der EU, gegen die Herausbildung einer neuen 'Weltmacht EU' - selbstverständlich auch gegen eine 'Weltmacht USA'." - Tobias Pflüger, Politikwissenschaftler und Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V. in Tübingen im Interview zu EU-Militarisierung, Neutralität und Friedensbewegung.

Volksstimme, 09.01.2003 Nr. 1-2/2003

Interview Volksstimme

Frage: Nachdem die Türkei ihren Widerstand gegen eine europäische Eingreiftruppe aufgegeben hat, will die EU zunächst die Einsätze in Mazedonien und möglicherweise auch in Bosnien übernehmen. Sind langfristig auch kriegerische Einsätze zu erwarten? Pflüger: Von der Struktur der Truppe her: ja. Die Zusammensetzung dieser EU-Interventionstruppe – die heißt ja in den Papieren der EU tatsächlich … Weiterlesen

Ist pazifistische Bildungsarbeit nach 20 Jahren noch aktuell?

jW sprach mit Roland Schüler, Vorstandsmitglied des Kölner Friedensbildungswerk, das vor kurzem sein 20jähriges Bestehen beging

junge Welt, 15.11.2002

Interview junge Welt

F: Wie kam es zur Gründung des Friedensbildungswerkes? Roland Schüler: Das war ein Kind der Friedensbewegung der 80er, die sich nach dem NATO-Doppelbeschluß bildete. Die Friedensbewegung hat sehr viel in Lerngruppen gearbeitet und soziale Bildungsarbeit gemacht. Sich zu informieren ist einer der wichtigsten Punkte jeder Bewegung. Wir hatten kein Expertentum, weil es das nicht gab … Weiterlesen

Studiengebühren in Großbritannien: Soziale Auslese an den Hochschulen?

jW sprach mit Faz Velmi von der britischen Studierendengewerkschaft National Union of Students (NUS) in London

junge Welt, 30.09.2002

Interview junge Welt

F: Wie ist die Situation in Großbritannien bezüglich Studiengebühren? Faz Velmi: Sie ist wahrscheinlich die schlechteste in Europa. Man muß 1075 Pfund Gebühren im Jahr bezahlen. Darüber hinaus braucht man Geld, um zu leben, um Essen zu kaufen, zu reisen und Bücher zu bezahlen. Für diese zusätzlichen Ausgaben gibt es ein System, über das Studierende … Weiterlesen

Lage der Hochschulbildung in Finnland: Führt GATS zur Privatisierung von Unis?

jW sprach mit Olli Hernberg, Mitglied der »EU-kritischen Jugend Finnlands«

junge Welt, 17.09.2002

Interview junge Welt

* Der Student der Datenkommunikation nahm am Freitag am Bildungsforum von »Education is not for sale« (Bildung ist keine Ware) in Köln teil, das sich unter anderem mit dem Allgemeinen Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (General Agreement on Trade in Services, GATS) und dem Europäischen Sozialforum beschäftigte F: Wie ist die bildungspolitische Situation in … Weiterlesen

“Heute wird Krieg medial angekündigt”

Vor 20 Jahren wurde das Kölner Friedensbildungswerk gegründet. Seitdem hat es zwar nicht die ganze Welt verändert, wie Vorstandsmitglied Roland Schüler sagt, leistet aber gründliche Basisarbeit für eine friedliche Konfliktbewältigung

taz köln, 12.09.2002 Nr. 109, S. 4

Interview taz köln

taz: Wie kam es zur Gründung des Friedensbildungswerkes? Roland Schüler: Das war ein Kind der Friedensbewegung, die sich nach dem NATO-Doppelbeschluss bildete. Die Friedensbewegung hat sehr viel in Lerngruppen gearbeitet und soziale Bildungsarbeit – ein Begriff der achtziger Jahre – gemacht. Sich selber informieren ist einer der wichtigsten Punkte jeder Bewegung. Wir hatten kein Expertentum, … Weiterlesen

‘Man braucht Sündenböcke’

Torsten Bultmann über Studiengebühren, studentische Proteste und den Umbau der Hochschulen

Sozialistische Zeitung - SoZ, 30.06.2002 S. 5

Interview Sozialistische Zeitung - SoZ

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will jetzt doch keine Verwaltungsgebühren von 50 Euro an den Universitäten einführen, hält aber an den 650 Euro pro Semester für Langzeit- und Seniorstudenten sowie für das Zweitstudium fest. Zu den Hintergründen sprachen Christoph Jünke (19 Studiensemester mit Abschluss) und Dirk Eckert (16 Studiensemester mit Abschluss) für die SoZ mit Torsten … Weiterlesen

Globalisierungs-Enquete: Ergebnisse ernstgenommen?

jW sprach mit Ulla Lötzer, Obfrau der PDS in der Bundestags-Enquetekommission »Globalisierung der Weltwirtschaft - Herausforderungen und Antworten«

junge Welt, 28.06.2002 S. 3

Interview junge Welt

F: Heute wird im Bundestag der Abschlußbericht der Enquetekommission debattiert. Was ist das Ergebnis? Ulla Lötzer: Hervorzuheben ist erst mal: Der Bundestag ist das erste Parlament, das sich überhaupt in dieser Form mit der Globalisierung befaßt hat. Das halte ich schon für einen wichtigen Schritt, weil daß deutlich macht, daß Parlamente wieder an Bedeutung gewinnen … Weiterlesen

Hochschulstreiks gegen Studiengebühren: Düsseldorfer Koalition in Erklärungsnöten?

jW sprach mit Torsten Bultmann, Geschäftsführer des Bundes demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWi)

junge Welt, 04.06.2002 S. 2

Interview junge Welt

F: In Nordrhein-Westfalen streiken die Studierenden. Gibt es noch Chancen, Studiengebühren zu verhindern? Torsten Bultmann: Die Landesregierung ist sichtbar ins Schleudern gekommen und war wohl auch über die Massivität des Protestes überrascht. Sämtliche Parlamentarier von SPD und Grünen distanzieren sich bei öffentlichen Diskussionen von den Plänen, die keine bildungspolitischen sind, sondern die Finanzen sanieren sollen. … Weiterlesen

“Wir definieren uns als Berater für Köln”

Joachim Metzner, Rektor der Fachhochschule Köln, sieht die Leitbilddiskussison als wechselseitigen Prozess. Die Stadt solle ihre Bildungsstätten mehr beachten, dafür hätten diese eine Bringschuld - etwa als Ansprechpartner

taz köln, 02.05.2002 Nr. 98, S. 4

Interview taz köln

taz: Herr Metzner, wie sollte Ihrer Meinung nach das Kölner Leitbild aussehen? Joachim Metzner: Ein traditionelles Problem, das diese Stadt mit uns und mit sich selbst hat, ist, dass sie die Hochschulen zu wenig wahrnimmt. Köln ist eine Stadt, in der rein zahlenmäßig die meisten Hochschulen in einer deutschen Großstadt vertreten sind. Köln ist einer … Weiterlesen

“Köln als Aushängeschild des Rheinlandes”

Tassilo Küpper, Rektor der Universität Köln, glaubt, dass die Bedeutung der Hochschule für die Stadt bis jetzt noch nicht richtig erkannt wurde. Sie könnte ein international beachtetes Forschungszentrum für Biotechnologie werden

taz köln, 25.04.2002 Nr. 97, S. 4

Interview

taz: Braucht Köln ein Leitbild? Tassilo Küpper: Köln braucht ein Leitbild, damit seine Stärken international wahrgenommen werden. Das betrifft natürlich auch die Universität als eine der großen und international ausgerichteten Institutionen der Stadt. taz: Wie soll das Leitbild konkret aussehen? Köln ist Medienstadt, aber auch eine große Universitäts- und Studierendenstadt. Können diese verschieden Facetten für … Weiterlesen

Thema Abrüstung: Große Gefahr durch Mini-Nukes

ND-Gespräch mit dem Atomwaffenexperten Oliver Meier vom Londoner Forschungsinstitut Vertic

Neues Deutschland, 20.04.2002 S. 10

Interview Neues Deutschland

Steht die Welt vor einem neuen nuklearen Wettrüsten? Oder bringt der bevorstehende Gipfel zwischen Bush und Putin einen Abrüstungsschub? ND befragte Oliver Meier, Autor des Buches »Wettlauf ohne Gegner? Die amerikanische Atomwaffenpolitik nach dem Ende des Ost-West-Konfikts«. Mit dem Leiter des Programms zur Überprüfung von Rüstungskontrollabkommen beim unabhängigen Londoner Forschungsinstitut Vertic (http://www.vertic.org) sprach Dirk Eckert. … Weiterlesen

Noch verbietet dem Pentagon eine Kongressentscheidung die Entwicklung von Mini-Nukes

Rüstungskontrollexperte Oliver Meier über die amerikanische Atomwaffenpolitik

Telepolis, 31.03.2002 http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/12206/1.html

Interview Telepolis

Oliver Meier ist Autor des Buches “Wettlauf ohne Gegner? Die amerikanische Atomwaffenpolitik nach dem Ende des Ost-West-Konfikts”. Während seines Studiums an der FU Berlin war er Redakteur der Zeitschrift antimilitarismus information . Heute leitet er bei [1]Vertic, einem unabhängigen Forschungsinstitut in London, das sich für die Stärkung der Verifikationsmechanismen von internationalen Abkommen einsetzt, das [2]Programm … Weiterlesen

McDonald’s-Kündigung nicht rechtmäßig

Gericht setzt Betriebsrat ab

Sozialistische Zeitung - SoZ, 28.10.1999 Nr. 22, S. 2

Interview Sozialistische Zeitung - SoZ

Gekündigt wegen Gewerkschaftsarbeit? Für die SoZ sprach Dirk Eckert mit ANTONIO BAREIRO, Betriebsratsvorsitzender bei McDonald’s in Wiesbaden. Der Gewerkschafter klagte vor Gericht gegen seine fristlose Kündigung – mit Erfolg. Trotzdem will Bareiro in die Revision gehen. SoZ: Das Wiesbadener Arbeitsgericht hat entschieden, dass Sie nicht kurzfristig entlassen werden können. Andererseits hat das Gericht aber auch … Weiterlesen

“Für eine solidarische Organisation”

Ein philtrat-Gespräch mit studentischen Mitgliedern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

philtrat, 30.09.1999 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 30, S. 6/7

Interview philtrat

Was ist GEW? Mit Constanze Essler und Dirk Müller, beide Mitglieder der GEW-Studierendengruppe sprach für die philtrat Dirk Eckert. Constanze Essler ist 24 Jahre alt und studiert Germanistik, Geographie und Musikwissenschaften. Sie ist Landessprecherin der Studierenden in der GEW in Nordrhein-Westfalen und Mitglied der Studierenden- und DoktorandInnengruppe in Köln. Dirk Müller studiert Geographie auf Diplom. … Weiterlesen

“Sinnvoller, wenn wir den AStA machen”

Ganz viel Kontinuität: Der neue AStA-Vorsitzende im Gespräch

philtrat, 31.05.1999 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 29, S. 4/5

Interview philtrat

Zum zweiten Mal in diesem Sommer wurde Oliver Ullrich von den Unabhängigen zum AStA-Vorsitzenden gewählt. Mit ihm sprachen für die philtrat Volker Elste und Dirk Eckert über die Hintergründe für den AStA-Wechsel, die AStA-Arbeit sowie Campus-Projekt und Hochschulradio. philtrat: Oliver, Du bist schon wieder AStA-Vorsitzender. Wie kam das zustande? Ullrich: Es gab ein konstruktives Mißtrauensvotum … Weiterlesen

“Die Toten von Auschwitz mißbraucht”

VVN-Sprecher Gingold sieht neue Art der Auschwitz-Lüge.

philtrat, 30.04.1999 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 28, S. 10/11

Interview philtrat

Er habe nicht nur “Nie wieder Krieg” gelernt, sondern auch “Nie wieder Auschwitz”, so die Rechtfertigung von Außenminister Joseph Fischer für den NATO-Krieg gegen Jugoslawien. In einer Ende April in der Frankfurter Rundschau erschienenen ganzseitigen Anzeige verurteilten Holocaust-Überlebende solche Äußerungen als “neue Art der Auschwitz-Lüge”. Für die philtrat sprach Dirk Eckert mit einem von ihnen, … Weiterlesen

“Durchs wilde Kurdistan”

Ein Gespräch mit dem studentischen Senatsvertreter Olaf Bartz

philtrat, 31.03.1999 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 27, S. 4/5

Interview philtrat

Ein Jahr vertrat er zusammen mit Daniel Tiggemann die StudentInnenschaft im Senat: Olaf Bartz, Fachschaft Geschichte. Über seine Tätigkeit im Senat, die ProfessorInnen und Karl May sprach er im philtrat-Interview. Das Interview führte Dirk Eckert. philtrat: Du warst jetzt ein Jahr lang im Senat. Wie bist Du in den Senat gekommen? Bartz: Ich habe mit … Weiterlesen

Enttäuscht und empört

BürgerInneninitiativen mißtrauen Rot-Grün

philtrat, 31.10.1998 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 25

Interview philtrat

“Der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie wird innerhalb dieser Legislaturperiode umfassend und unumkehrbar gesetzlich geregelt”, heißt es im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnisgrünen. Eduard Bernhard, Energiepolitischer Sprecher des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), hält die rot-grünen Ausstiegspläne für völlig unzureichend. Der BBU vertritt 150 BürgerInneninitiativen mit insgesamt rund 20 000 Mitgliedern. Bernhard engagiert sich seit … Weiterlesen

Flüchtlingsschutz als Gnadenakt

Österreich will Individualrecht auf Asyl abschaffen

philtrat, 30.09.1998 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 24

Interview philtrat

Ein als “Migrationspapier” bekannt gewordenes Strategiepapier, das das österreichische Innenministerium der EU vorgelegt hat, schlägt hohe Wellen. Österreich will zur “Steuerung” von Flüchtlingsbewegungen die Genfer Flüchtlingskonvention ändern. Für die philtrat sprach Dirk Eckert mit Harald Löhlein, Vorstandsmitglied im Europäischen Flüchtlingsrat, einem Zusammenschluß von über sechzig Flüchtlingshilfeorganisationen aus zwanzig Ländern. philtrat: Österreich, das gerade den Vorsitz … Weiterlesen

Flüchtlingsschutz als Gnadenakt

Österreich will Individualrecht auf Asyl abschaffen

Sozialistische Zeitung - SoZ, 17.09.1998 Nr. 19, S. 4

Interview Sozialistische Zeitung - SoZ

Ein als “Migrationspapier” bekannt gewordenes Strategiepapier, das das österreichische Innenministerium der EU vorgelegt hat, schlägt hohe Wellen. Österreich will zur “Steuerung” von Flüchtlingsbewegungen die Genfer Flüchtlingskonvention ändern. Für die SoZ sprach Dirk Eckert mit HARALD LÖHLEIN, Vorstandsmitglied im Europäischen Flüchtlingsrat, einem Zusammenschluß von über sechzig Flüchtlingshilfeorganisationen aus zwanzig Ländern. SoZ: Österreich, das gerade den Vorsitz … Weiterlesen

Neue Sicherheitsstrategien

Ein Polizeieinsatz unter der Lupe

Sozialistische Zeitung - SoZ, 25.06.1998

Interview Sozialistische Zeitung - SoZ

Für die SoZ sprach Dirk Eckert mit Volker Eick, der sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung mit neuen Sicherheitsstrategien in Berlin beschäftigt. SoZ: Im Rahmen einer Untersuchung konntest Du im Sommer 1995 die Berliner Polizei bei einem Einsatz in der City-West, also um den Kurfürstendamm herum, beobachten. Wie ging das vor sich? Volker Eick: Im … Weiterlesen

Abrüsten und auflösen!

Interview mit Stefan Gose über die NATO

philtrat, 31.05.1998 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 23, S. 12/13

Interview philtrat

Wohin geht die NATO? Welche Rolle spielen Kriseninterventionen? Wie wird sich das Verhältnis zu Rußland entwickeln? Für die philtrat sprach Dirk Eckert mit Stefan Gose, Redakteur der monatlich erscheinenden antimilitarismus-information. philtrat: Du hast in der antimilitarismus-information 4/98 darauf hingewiesen, daß durch die Umstrukturierung ihrer Armeen die NATO-Beitrittsländer Polen, Tschechien und Ungarn vorläufig quasi entwaffnet werden. … Weiterlesen

Einsatz “gegen Negroide”

Stadtpolitik in Berlin: AusländerInnen raus - Arme hinterher

philtrat, 31.05.1998 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 23, S. 14/15

Interview philtrat

Die Privatisierung des öffentlichen Raumes schreitet voran. Ob in Köln, Frankfurt, Bremen oder Berlin, Innenstädte und Bahnhöfe werden zunehmend zu no-go-areas für Obdachlose, DrogenkonsumentInnen und MigrantInnen. Volker Eick ist Politikwissenschaftler und bei der Berliner “Innenstadtaktion” aktiv, die sich gegen die repressive Stadtpolitik wendet. Dirk Eckert sprach mit ihm für die philtrat über die Berliner Polizei, … Weiterlesen

“Im nächsten Semester noch mal streiken?”

Vier StreikaktivistInnen plaudern im philtrat-Gespräch aus dem Nähkästchen

philtrat, 31.12.1997 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 20, S. 8/9

Interview philtrat

Der Streik lebt durch die Leute, die ihn aktiv tragen. Für die philtrat sprachen Dirk Eckert und Eva-Maria Schnurr mit den Kerstin Klaumann, Alessandra Kartheuser, Boris Couchoud und Volker Elste über Infotische, Pressearbeit, Seminarsprengungen und die Frage, wie es weiter gehen soll. philtrat: Alessandra, wie organisiert man denn einen Streik? Alessandra: Das meiste lief ohne … Weiterlesen

“Bildung ist ein gesellschaftliches Gut”

Ein philtrat-Gespräch mit Prof. Dr. Hubert Wurmbach

philtrat, 31.12.1997 Zeitung der StudentInnenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, nr. 20, S. 10/11

Interview philtrat

Dr. Hubert Wurmbach ist Dozent im Anglistischen Seminar. Einige kennen ihn von der Podiumsdiskussion im Foyer des Philosophikums am 1. Dezember 1997. Für die philtrat sprach Dirk Eckert mit ihm über den Streik. philtrat: Herr Wurmbach, wie haben Sie persönlich den Streikanfang erlebt? Wie haben Sie davon mitbekommen, daß gestreikt wird? Wurmbach: Für mich kam … Weiterlesen

Gewalt in Peru

Ein Gespräch mit dem Ex-Bundestagsabgeordneten der Grünen Walter Schwenninger

Bundschuh, 31.05.1997 Zeitung der Fachschaft der Geschichte der Universität Köln, S. 11-14

Interview

Bundschuh: Peru war Anfang dieses Jahres in den Schlagzeilen, als Mitglieder der Tupac Amaru in der japanischen Botschaft Diplomaten und hochrangige Regierungsvertreter als Geiseln nahmen. Wie ist Tupac Amaru Deiner Ansicht nach einzuschätzen? Walter Schwenninger: Die Tupac Amaru/MRTA sind eine revolutionäre Partei. Der Name “Tupac Amaru” wurde gewählt nach einem Aufständischen, der im Jahre 1784 … Weiterlesen