Wenn Lokführer oder Piloten streiken

In Streikzeiten tendieren die Medien zur Arbeitgeberseite, sagt eine Studie

Telepolis, 18.04.2017

Telepolis

Streiken macht in Deutschland nicht unbedingt beliebt. Das mussten zum Beispiel Ende 2014 die Lokführer erfahren. Von „Pogromstimmung“ sprach[1] damals der Vorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft Claus Weselsky. Kein Wunder, schließlich hatte die Bild-Zeitung Weselsky, der seit 2007 Mitglied der CDU[2] ist, als „Der Größen-Bahnsinnige“ betitelt und massiv Stimmung gegen ihn und die Lokführer gemacht. Aber auch andere Medien kritisierten die … Weiterlesen

Proteste gegen „Trumps Pipeline“

Umweltgruppen wollen der Dakota-Access-Pipeline den Geldhahn zudrehen, Widerstand gibt es auch bei Keystone XL

Telepolis, 13.02.2017

Telepolis

Seit der Bau der Dakota-Access-Pipeline wieder aufgenommen[1] worden ist, wächst eine Protestbewegung gegen Donald Trump. Das Projekt im Norden Dakotas, das Fracking-Öl von North Dakota nach Illinois transportieren soll, wird zur ersten Kraftprobe zwischen einem neuen Präsidenten, der von Klimaschutz nichts hält, und der Umweltbewegung sowie der dort lebenden amerikanischen Ureinwohner, die in der Pipeline eine Gefahr … Weiterlesen

Schlechter Common Sense

Studie: Die US-amerikanische Linke kennt nur gute Palästinenser und Israel als Unterdrückerstaat

Freitag, 12.01.2017 S. 16

Freitag Rezension

Linken wird oft der Vorwurf des Antisemitismus gemacht. Das ließe sich als übliche Propaganda der politischen Konkurrenz abtun, doch so einfach ist es nicht: Spätestens wenn es um den Nahostkonflikt geht, stellt sich – übrigens nicht nur für Linke – die Frage: Wie weit darf man israelische Regierungen kritisieren? Wo fängt Antisemitismus an? Welche Positionen … Weiterlesen

Ecuador

Großes Erlassjahr in Ecuador

Ecuador hat verkündet, nicht alle seine Schulden zurückzuzahlen. Beraten wurde das Land unter anderem von der deutschen Initiative erlassjahr.de. Sie will erreichen, dass alle "illegitimen" Schulden gestrichen werden.

dw-world.de, 16.12.2008 http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3878496,00.html

DW-WORLD.DE

Ecuador zahlt nicht mehr. Nicht weil das südamerikanische Land zahlungsunfähig wäre – nein, Präsident Rafael Correa hält einen Teil der Auslandsschulden schlicht für illegitim. Insgesamt geht es um Zinszahlungen für Auslandskredite in Höhe von 30,6 Millionen Dollar (knapp 23 Millionen Euro), die am Montag (15.12.2008) fällig geworden wären. Diese seien „nicht rechtens“, sagte Correa in … Weiterlesen

„Das erinnert an Castor-Transporte“

Der Protest gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Dortmund war ungewöhnlich heftig, sagt Historiker Holger Heith vom Archiv für soziale Bewegungen. Krawalle schadeten aber dem Ansehen in der Bevölkerung, warnt er

taz nrw, 03.05.2007 S. 1

Interview taz nrw

taz: Herr Heith, rund 2.000 Menschen haben am 1. Mai in Dortmund deutlich gemacht, dass sie keinen Nazi-Aufmarsch wollen. Sogar eine S-Bahnstrecke wurde sabotiert, um die Nazis an der Anreise zu hindern. Hat Sie das überrascht? Holger Heith: Ich war von der Heftigkeit des Protestes sehr überrascht. Ich hatte gehofft, dass viele Leute kommen. Das … Weiterlesen

Ärger in Ahaus

Als angeblicher Organisator einer Schülerdemo wird ein AKW-Gegner in Ahaus angeklagt - und freigesprochen

taz nrw, 23.01.2007 S. 2

taz nrw

Demonstriert hat Matthias Eickhoff schon unzählige Male. Seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 engagiert sich der heute 40-Jährige gegen Atomkraft. Früher gegen den 1989 stillgelegten Thorium-Hochtemperaturreaktor THT in seiner Heimatstadt Hamm, heute als einer der Sprecher des „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ gegen das atomare Zwischenlager Ahaus. Wegen einer Demo bekam Eickhoff nun Schwierigkeiten mit der … Weiterlesen

Flüchtlingshilfe Münster bedroht

taz nrw, 15.12.2006 S. 2

Meldung taz nrw

Die Flüchtlingshilfe Münster sieht durch drohende Kürzungen der Stadt ihre Arbeit gefährdet. CDU und FDP wollen die kommunalen Zuschüsse nächstes Jahr von 102.000 Euro auf 54.000 Euro reduzieren. Eine Kürzung „um fast die Hälfte ist völlig unverhältnismäßig“, sagt der grüne Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel, der auch Vorstandsmitglied der Flüchtlingshilfe ist. In Münster leben laut Flüchtlingshilfe etwa … Weiterlesen

Dortmund: Studis gegen Coca-Cola

taz nrw, 01.12.2006 S. 2

Meldung taz nrw

Coca-Cola soll in Mensen und Cafeterien sowie an Automaten der Universität Dortmund nicht mehr ausgeschenkt werden. Das fordert das Uni-Studierendenparlament. Mit großer Mehrheit hätten sich die Studi-Vertreter dem internationalen Boykott gegen den US-Konzern angeschlossen, berichtete der Uni-AStA. Coca-Cola werden Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien und Umweltverschmutzung in Indien vorgeworfen (taz berichtete). Über zwanzig Hochschulen in den USA, … Weiterlesen

„Coca-Cola weiß seit Jahren Bescheid“

Bei den Abfüllern von Coca-Cola in Kolumbien werden weiter Gewerkschafter verfolgt, sagt Schriftsteller Raul Zelik

taz nrw, 10.07.2006 S. 2

Interview taz nrw

taz: Herr Zelik, Coca-Cola gibt sich gerade sehr gesprächsbereit. Stellt sich das Unternehmen endlich der Kritik an seinem Geschäftsverhalten? Raul Zelik: Coca-Cola versuchte nur, einen Imageschaden während der WM abzuwenden. Das Unternehmen hat deshalb auch mit uns Gespräche geführt und angekündigt, seine Unternehmenspolitik neu auszurichten. Das ist aber alles nur Schall und Rauch. Die Lage … Weiterlesen

Studis machen Coke nervös

Wegen Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien wollen Studis an der Uni Köln Coca-Cola boykottieren. Der Konzern reagiert umgehend mit einem Brief an alle Studentenwerke

taz nrw, 10.07.2006 S. 2

taz nrw

Bonaqua, Fanta und Sprite sollen nicht mehr auf den Tisch. Auch nicht Coca-Cola. Denn die Produkte des gleichnamigen Getränkeherstellers sind an der Kölner Universität unerwünscht: Mit großer Mehrheit hat sich das Studierendenparlament der Hochschule kürzlich für den Boykott des Coca-Cola-Konzerns ausgesprochen. Vorbild sind die Unis in den Vereinigten Staaten. Dutzende boykottieren dort das Unternehmen, ebenso … Weiterlesen

Roma wehren sich

Flüchtlinge demonstieren in Köln für ein Bleiberecht. Allein in der Domstadt leben rund 5.000 "Geduldete"

taz nrw, 14.06.2006 S. 1

taz nrw

Rund 150 Menschen haben gestern in Köln für ein Bleiberecht für Flüchtlinge demonstriert, die seit Jahren in Deutschland leben, aber von den Behörden nur „geduldet“ werden. Viele derjenigen, die am Nachmittag durch die Innenstadt zogen, waren selbst Betroffene: Obwohl zum Teil seit über zehn Jahren in Deutschland, müssen sie wegen ihres unsicheren Aufenthaltsstatus ständig mit … Weiterlesen

Polizei als Putztruppe

Die Stadt Köln lässt das besetzte Barmer Viertel räumen. Die Wohnungen sollen bis Monatsende abgerissen werden, obwohl es immer noch keinen Investor für das Gelände neben der Messe gibt

taz nrw, 02.06.2006 S. 1

taz nrw

Am Ende leistete nur noch einer Widerstand: Benny, der Besetzerhund. Der kleine Vierbeiner hatte sich auf eine Fensterbank im obersten Stockwerk eines besetzen Hauses geflüchtet. Die Polizei musste zwei Beamte einsetzen, um ihn aus dem Gebäude zu schaffen. Dann war das Barmer Viertel in Köln endgültig geräumt. Rund drei Monate waren die Häuser neben der … Weiterlesen

Ostermarsch wird 45

Heute beginnen die Ostermärsche an Rhein und Ruhr. 1961 fand die erste österliche Friedensdemonstration in Nordrhein-Westfalen statt

taz nrw, 15.04.2006 S. 2

taz nrw

Sie marschieren wieder für den Frieden. Auch an Rhein und Ruhr beginnen heute die Ostermärsche. Es ist ein jährliches Ritual, das wissen die Friedensaktivisten, die die Demonstrationen auf die Beine stellen. Aber: „Es ist leider nicht zwecklos geworden, zum Ostermarsch zu gehen“, sagt Johannes Korsten. Der Düsseldorfer wird auch dieses Jahr dabei sein, um gegen … Weiterlesen

Hier wird wieder gewohnt

In den Wohnungen des Barmer Viertels ist es kalt und dreckig. Seit rund vier Wochen üben sich die Hausbesetzer in Improvisation. Jetzt zeigt ihr Einsatz erste Erfolge: Über den Abriss wird im Kölner Stadtrat wieder diskutiert

taz nrw, 29.03.2006 S. 3

Reportage taz nrw

Strom gibt es nur vom Generator. Wasser muss vom Hydranten geholt werden. Das Leben im besetzten Haus ist alles andere als bequem. Und doch sollen es inzwischen bis zu hundert Leute sein, die sich seit Anfang März in den verschiedenen Häusern des Barmer Viertels in Köln breit gemacht haben. Dass diese Altbauten abgerissen werden – … Weiterlesen

Lidl besser, aber nicht gut genug

Der Billig-Discounter will faire Produkte anbieten. "Das reicht nicht", sagen die Kritiker

taz, 14.03.2006 S. 9

taz - die tageszeitung

Faire Produkte im Supermarkt – darüber denkt inzwischen auch der Discounter Lidl nach. Doch ausgerechnet Lidl-Kritiker und Fair-Handels-Initiativen können dem Vorhaben gar nichts abgewinnen. „Das ist zwar gut fürs Image, bringt den Produzenten aber gar nichts“, sagt Bettina Burkert von BanaFair. Die Organisation setzt sich zwar dafür ein, dass mehr Bananen zu Preisen verkauft werden, … Weiterlesen

„Öffentlichkeit hilft“

Die Konzernspitzen lieben die Kritischen Aktionäre gar nicht und reagieren oft aggressiv auf deren Beiträge

taz, 04.03.2006 S. 9

Interview taz - die tageszeitung

taz: Herr Mathews, wie reagieren die Firmenleitungen auf Auftritte der Kritischen Aktionäre in ihren Hauptversammlungen? Henry Mathews: Das kommt auf die Stimmung an, die in der Hauptversammlung herrscht. Wenn wir bei Rheinmetall Rüstungsexporte kritisieren oder bei der Deutschen Lufthansa die Abschiebung von Flüchtlingen, sind die meisten Aktionäre gegen uns. Dann reagiert auch der Vorstand sehr … Weiterlesen

Das nervige Gewissen der Konzernchefs

Ohne die Kritischen Aktionäre ginge es auf vielen Hauptversammlungen nur um die Höhe der Dividende. Ihr Verdienst ist es, auch Rüstungsexporte, Atompolitik, Lohndumping und Kinderarbeit auf die Tagesordnung gebracht zu haben

taz, 04.03.2006 S. 9

taz - die tageszeitung

Sie sind auf jeder größeren Hauptversammlung (HV) zu finden. Ihre Spezialität: Sie nerven die Firmenleitungen. Verletzen sie die Rechte der Beschäftigten, lassen sie Waffen produzieren oder verschmutzen die Umwelt, dann ist das ein Fall für die Kritischen Aktionäre. Aus der Friedens-, Umwelt- und Dritt-Welt-Bewegung hervorgegangen, mischen sie seit Anfang der 80er-Jahre die Aktionärsversammlungen der großen … Weiterlesen

„Arbeiter sind nicht wild genug“

Der 54-jährige Ostwestfale Guntram Schneider ist seit einer Woche neuer Landeschef des Gewerkschaftsbundes. Für ihn gibt es ein Grundrecht auf Widerstand - bis hin zum Generalstreik. Schneider will auch die Gewinner der Märkte für den Arbeiterkampf mobilisieren und in sechs Jahren an allen Unis in NRW vertreten sein

taz nrw, 18.02.2006 S. 3

Interview taz nrw

taz: Herr Schneider, derzeit wird überall gestreikt. Wann waren Sie zuletzt Streikposten? Guntram Schneider: Da fragen Sie was… Streikposten war ich zum letzten Mal 1971 bei einer elftägigen spontanen Arbeitsniederlegung bei der Firma Thyssen-Umformtechnik in Bielefeld. taz: Spontane Arbeitsniederlegung – war das etwa illegal? Guntram Schneider: Streiks sind aus meiner Sicht nie illegal. Unsere Gegner … Weiterlesen

Bürgerfunk soll Leistung zeigen

Der NRW-Bürgerfunk soll künftig nach Qualität finanziert werden, fordert die Landesanstalt für Medien. Laut einer neuen Analyse wird viel Musik und wenig Politik gesendet. "Nicht fair" sei diese Kritik, meinen die Bürgerfunker

taz nrw, 16.02.2006 S. 1

taz nrw

Die Landesanstalt für Medien (LfM) will mehr Einfluss auf den Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen nehmen. „Die Förderung mit der Gießkanne muss ein Ende haben“, sagte Jürgen Brautmeier, der stellvertretende Direktor der Landesmedienanstalt, gestern in Düsseldorf. Das Landesmediengesetz müsse so geändert werden, dass die 1,9 Millionen Euro, mit denen die Landesanstalt jährlich die Bürgerfunker unterstützt, nach Leistung … Weiterlesen

Recht für Linke

Landgericht Bochum: Die Durchsuchung beim Internetportal labournet.de war rechtswidrig

taz nrw, 24.01.2006 S. 1

taz nrw

Juristischer Sieg für die Gewerkschaftslinke: Die Durchsuchung bei einer Redakteurin des Internetportals labournet.de im Juli 2005 war rechtswidrig. Das hat das Landgericht Bochum am 10. Januar in einem gestern bekannt gewordenen Urteil entschieden. Die 6. Strafkammer gab damit Labournet-Redakteurin Mag Wompel Recht. Ihre Wohnung sowie die zweier anderer Labournet-Mitarbeiter waren am 5. Juli 2005 wegen … Weiterlesen

Streit um Streikgeld

Ex-Opelaner zeigen Betriebsrat an. Der Vorwurf: Drei Mitglieder soll Spendengelder veruntreut haben

taz nrw, 13.01.2006 S. 1

taz nrw

Drei ehemalige Opel-Streikaktivisten haben Strafanzeige gegen Mitglieder des Bochumer Opel-Betriebsrates gestellt, denen sie Veruntreuung von Spendengeldern vorwerfen. Die Staatsanwaltschaft Bochum bestätigte den Eingang der Anzeige. Der Fall werde nun geprüft, sagte ein Sprecher. Es geht um Geld, das während des Arbeitskampfes bei Opel im Oktober 2004 gespendet wurde, damit streikende Opelaner in finanzieller Notlage unterstützt … Weiterlesen

NS-Justiz im Netz

Vor 70 Jahren zerschlugen die Nazis den antifaschistischen Widerstand in Wuppertal. Nun erinnert eine Webseite an die "Gewerkschaftsprozesse"

taz nrw, 07.01.2006 S. 4

taz nrw

Woher die Gestapo den Tipp hatte, ist bis heute nicht geklärt. Jedenfalls war die Geheime Staatspolizei zur Stelle, als sich am 17. Januar 1935 in Wuppertal-Elberfeld drei Funktionäre der verbotenen KPD trafen. Gegen 16 Uhr wurden Wilhelm Muth, Otto Heyler und Wilhelm Recks festgenommen und „dem hiesigen Polizeigefängnis zugeführt“, wie es in den Akten heißt. … Weiterlesen

Historiker zu Geldstrafe verurteilt

Wegen Hausfriedensbruch und Störung einer Versammlung verurteilt das Landgericht Wuppertal drei Personen. Sie hatten für die Umbenennung des nach einem Nazi-Helfer getauften Von der Heydt-Museums in Wuppertal protestiert

taz nrw, 29.11.2005 S. 2

taz nrw

Die kleine Protestaktion ist nur von kurzer Dauer. „Weg mit Von der Heydt-Museum“ tönt es, als eine Gruppe Antifaschisten die Tagung in dem Wuppertaler Museum stört. Ein paar Flugblätter gegen den Namensgeber Eduard von der Heydt – einen Nazi-Hehler und Kunstmäzen – werden verteilt, jemand hält eine Rede, dann kommt die Polizei, die Gruppe flüchtet. … Weiterlesen

Auch Heiden wollen ihren Spaß

Gegen den Weltjugendtag in Köln regt sich Protest. Religionskritiker propagieren eine "religionsfreie Zone". Insgesamt aber ist das gesellschaftliche Klima milder als beim letzten Papstbesuch 1987

taz nrw, 04.08.2005 S. 2

taz nrw

Weltjugendtag – das muss nicht sein, denkt sich so mancher. Es gibt eine Alternative zu dem Christenspektakel, das Mitte August den Großraum Köln erschüttert. Sie heißt „religionsfreie Zone“, ihr Motto ist „Heidenspaß statt Höllenqual“, ihr Logo sind betende Hände in einem Verbotsschild. Das soll provozieren. „Die Hippen kommen zu uns, die anderen müssen draußen bleiben“, … Weiterlesen

Proteste gegen Gelöbnis am Friedenstag

Ausgerechnet am internationalen Friedenstag will die Bundeswehr in Kölns Innenstadt ein öffentliches Gelöbnis feiern. PDS und Grüne stimmen im Rat gegen den "militaristischen Aufzug" am Dom und kündigen Protest-Aktionen an

taz nrw, 07.07.2005 S. 1

taz nrw

Mit Fackeln, Marschmusik und Nationalhymne will die Bundeswehr ihren 50. Geburtstag in Köln feiern. Am 21. September veranstaltet die Truppe direkt vor dem Dom, auf dem Roncalliplatz, ein öffentliches Gelöbnis. Bei dem Zeremoniell mit großem Zapfenstreich sollen Wehrpflichtige und möglicherweise auch Zeitsoldaten ihren Eid ablegen. Das Gelöbnis soll das erste öffentliche überhaupt sein, das die … Weiterlesen

KölnAgenda: Der Stadtrat ist dran

taz köln, 22.03.2005 S. 1

Meldung taz köln

Die Stadtkämmerei bleibt offenbar dabei, den Kölner Bürgerhaushalt auf das Jahr 2009 verschieben zu wollen. Auf einer Tagung der KölnAgenda am Wochenende habe die Verwaltung auf eine entsprechende Mittelung an den Finanzausschuss verwiesen, der die Ratsleute nicht widersprochen hätten, berichtet Herbert Bretz, der stellvertretende Vorsitzende der KölnAgenda e.V. Der Verein setzt sich für mehr Transparenz … Weiterlesen

Amnesty-Protest vor Botschaft

taz köln, 21.03.2005 S. 1

Meldung taz köln

Die Bonner Hochschulgruppe von amnesty international (ai) hat am Freitag vor der Außenstelle der weißrussischen Botschaft in Bonn für die Freilassung von Michail Marinitsch demonstriert. Der frühere Außenhandelsminister und Botschafter des Landes war 2004 zu Zwangsarbeit in einer Straftkolonie verurteilt worden. Bonn trage wegen der Städtepartnerschaft mit Minsk eine besondere Verantwortung, so ai.

Erwerblosenrat für Köln angeregt

taz köln, 21.03.2005 S. 1

Meldung taz köln

Arbeitslosenaktivisten haben vorgeschlagen, in Köln einen Rat zu bilden, der Erbwerbslose gegenüber Stadt oder Arbeitsagentur vertreten kann. Nun sollen alle in Frage kommenden Initiativen von A wie Attac bis V wie Ver.di-Erwerbslosenausschuss für den 5. April eingeladen werden, um über gemeinsame Aktivitäten nachzudenken. Unterdessen macht die heutige Montagsdemo einen kleinen historischen Exkurs: „,Wiedervereinigung‘ und die … Weiterlesen

„Ein Kölner Bürgerhaushalt ist machbar“

Die Stadt muss einen Zeitplan für einen Bürgerhaushalt aufstellen, fordert Herbert Bretz von der KölnAgenda. Auf einer Tagung am Samstag will der Bürgerverein Methoden erarbeiten, um den Haushalt verständlicher zu machen

taz köln, 18.03.2005 S. 4

Interview taz köln

taz: Herr Bretz, KölnAgenda will Kölns Haushaltsprobleme mit einem Bürgerhaushalt lösen. Was verstehen Sie darunter? Herbert Bretz: Erstens soll der Haushalt durch umfangreiche Information für die Bürger transparent gemacht werden. Zweitens sollen die Bürger bei der Aufstellung des Haushaltes umfassend beteiligt werden. taz: Was ist der Vorteil dabei? Herbert Bretz: Der Kölner Haushalt ist heute … Weiterlesen

Avantgarde sucht revolutionäre Basis

Eine Massenbewegung gegen Sozialabbau gibt es in nächster Zeit nicht, sagt der Kölner Ratsherr Claus Ludwig bei der Jahresversammlung von "Gemeinsam gegen Sozialraub". Das Wahlbündnis brauche andere Protestformen

taz köln, 22.01.2005 S. 1

taz köln

Wie sollen nach dem Abflauen der Montagsdemos die Proteste gegen Hartz IV und Sozialabbau weitergeführt werden? Das war die alles beherrschende Frage am Donnerstag Abend bei der Jahreshauptversammlung des Wahlbündnisses „Gemeinsam gegen Sozialraub“ (GGS), das seit den Kommunalwahlen im September mit einem Abgeordneten im Kölner Stadtrat vertreten ist. „2004 war das Jahr der massiven Angriffe … Weiterlesen

„Unsere Forderung ist nach wie vor: Weg mit Hartz IV“

Wenn die Menschen die Auswirkungen von Hartz IV zu spüren bekommen, wird auch der Protest gegen die Reform wieder zunehmen, hoffen Lisa Höchtl und Bernd Weber von der Kölner Montagsdemo-Initiative. Mit weiteren Montagsdemos wollen sie das ungeliebte Gesetz zu Fall bringen

taz köln, 03.01.2005 S. 1

Interview taz köln

taz: Der heutige 3. Januar ist der erste Montag nach Einführung von Hartz IV. Gibt es wieder eine Montagsdemo? Lisa Höchtl: Auf jeden Fall. Wir werden dort die Aktion „Agenturschluss“ (siehe Kasten) vom Vormittag aus- und bewerten. Die Montagsdemo ist eine ganz wichtige Institution geworden, da sie regelmäßig seit einem halben Jahr stattfindet, trotz heftigen … Weiterlesen

Montagsdemo gegen GATS

taz köln, 20.12.2004 S. 1

Meldung taz köln

Die neue große Koalition im Kölner Rat schreckt auch die Kölner Montagsdemonstranten auf. Konkret fürchten die Hartz-Gegner, die heute einmal mehr auf der Domplatte demonstrieren (18 Uhr), dass die Kölner Wohnungsgesellschaften GAG und Grubo bald privatisiert werden könnten. Dabei ist der Verkauf der Genossenschaftswohnungen beileibe kein Einzelfall, warnen die Montagsdemonstranten. „Solche Privatisierungsbestrebungen mit dem Ziel … Weiterlesen

Das Klischee vom dickbauchigen Kapitalisten

Gibt es das - Antisemitismus in der Linken? Ja, sagt Thomas Haury in einem Vortrag bei Attac Köln. Schon wenn Linke die Welt in Gut und Böse teilen, reproduzieren sie antisemitische Denkmuster, argumentiert der Freiburger Soziologe

taz köln, 11.12.2004 S. 4

taz köln

Der Veranstaltungstitel war provokant gewählt und verfehlte seine Wirkung nicht. „,Antizionismus‘ – Antisemitismus von links“ war der Vortrag überschrieben, den der Freiburger Soziologe Thomas Haury am Donnerstag auf Einladung von Attac, Friedensbildungswerk und anderen in der Jugendherberge Deutz hielt. Unter den Globalisierungskritikern hatte das intern schnell für Aufregung gesorgt. Vor allem die bei Attac Köln … Weiterlesen

16 Mal Kölner Montagsdemo

taz köln, 29.11.2004 S. 1

Meldung taz köln

Zum 16. Mal findet heute eine Montagsdemonstration in Köln statt. Hartz IV, Sozialabbau, Umverteilung von unten nach oben – wer dagegen demonstrieren möchte, hat dazu heute um 18 Uhr auf der Domplatte Gelegenheit. Demo-TeilnehmerInnen wird mittlerweile empfohlen, Laternen – gerne selbst gebastelte – mitzubringen. Wegen der Dunkelheit seien diese oft besser zu erkennen als Fahnen … Weiterlesen

Armut macht reich

Die Kölner Montagsdemo prangert diesmal den Reichtum an. Als Gastredner dabei: der Publizist Werner Rügemer

taz köln, 24.11.2004 S. 1

taz köln

Diese Woche waren die Kölner Montagsdemonstrierer nicht unter sich. Zur Unterstützung hatten sie den Publizisten Werner Rügemer als Redner eingeladen. Der hatte viel Aufmunterndes für die „kleine Kölner soziale Urgemeinde“ parat, wie er die rund 90 Demonstranten auf der Domplatte liebevoll begrüßte: „Es müssten sehr viel mehr Menschen hier demonstrieren“, befand er, „nicht nur die … Weiterlesen

Kapital zieht Arbeitsplätzchen aus dem Hut

taz köln, 09.11.2004 S. 1

taz köln

„Wir haben viele Arbeits-Lose gemacht“, rief die personifizierte Vertreterin des Kapitals den Passantinnen und Passanten in der Schildergasse zu. „Möchten Sie eins?“ Mit dieser kleinen Lotterie machten gestern das Kölner Arbeitslosenzentrum und Attac auf den Zusammenhang von Kapitalinteressen und Sozialabbau aufmerksam. Zu gewinnen gab es „Arbeitsplätzchen“ („Sie müssen billig arbeiten gehen. Vergessen Sie Ihre Arbeitnehmerrechte“), … Weiterlesen

SSK wird im Rat verhandelt

taz köln, 02.11.2004 S. 1

Meldung taz köln

Der Rat der Stadt Köln entscheidet in seiner Sitzung am Donnerstag auch über die Zukunft der Sozialistischen Selbsthilfe Köln (SSK) am Salierring. Die SSK-Mitglieder wollen aus diesem Anlass der Ratssitzung beiwohnen und vor dem Rathaus warmes Essen ausgeben und über ihre Lage informieren. Die SSK will das von ihr bislang gemietete Haus Salierring 41 kaufen. … Weiterlesen

Jachertz: SSK politisch bankrott

taz köln, 22.10.2004 S. 1

Meldung taz köln

Die Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSK) geht davon aus, das von ihr genutzte Haus Salierring 41 bald kaufen zu können. Das Ehepaar Gebauer habe seinen Rücktritt vom Kauf erklärt, die Stadt müsse das noch gegenzeichnen, so die SSK. Unterdessen greift Hausbesitzer Heiner Jachertz, der mit dem Verkauf der Nummer 41 an die Gebauers wütende Proteste der … Weiterlesen

SSK verraten und verkauft

Eins der beiden Häuser der Sozialistischen Selbsthilfe Köln (SSK) am Salierring ist verkauft - an einen Kölner Rechtsanwalt. Dabei hatten die Mieter seit Monaten selbst über den Hauskauf verhandelt

taz köln, 14.10.2004 S. 1

taz köln

Der Sozialistischen Selbsthilfe Köln (SSK) am Salierring droht die Teilräumung. Für die SSK völlig überraschend hat Eigentümer Heiner Jachertz eines der beiden SSK-Häuser, die Nummer 41, verkauft – allerdings nicht an die SSK, die mit Jachertz in Verkaufsverhandlungen stand, sondern an den Kölner Rechtsanwalt Stefan Gebauer. Die SSK nutzt das Haus nicht nur als Wohnraum, … Weiterlesen

Weiter gegen Hartz

Auch an diesem Montag wurde in Köln und Aachen gegen die Arbeitsmarktreform protestiert. Teilnehmerzahl sinkt

taz köln, 13.10.2004 S. 1

taz köln

Solidarität mit den Beschäftigten von KarstadtQuelle bekundeten diese Woche die Montagsdemos in Köln und Aachen. In Köln war es bereits die zehnte Montagsdemonstration, zu der trotz deutlich niedrigeren Temperaturen als in den Vorwochen rund 170 Menschen kamen. In Aachen gingen rund 50 Menschen auf die Straße. In Köln forderten die Demonstranten zudem, Hartz IV auf … Weiterlesen

Attac geht auf Distanz zu Montagsdemos

Wegen zu geringer Beteiligung hält die Attac Köln Montagsdemonstrationen nicht mehr für das geeignete Mittel, um gegen Hartz IV zu demonstrieren. Auf einer Konferenz wählt die Kölner Attac-Gruppe einen neuen Koordinierungskreis

taz köln, 11.10.2004 S. 1

taz köln

Attac nimmt Abschied von den Kölner Montagsdemonstrationen. Auf dem ersten Kölner „Ratschlag“, einer eintägigen Konferenz im Naturfreundehaus Kalk, zu der am Samstag rund 30 „Attacies“ erschienen waren, beschlossen die Kölner Globalisierungskritiker, den Protest gegen Hartz IV künftig in anderer Form weiterzuführen. Attac hatte sich schon vor Wochen aus der Vorbereitung der Kölner Montagsdemos zurückgezogen (taz … Weiterlesen

„Wir haben Hemmungen, ‚Kapitalismus‘ zu sagen“

Morgen gibt es im Naturfreundehaus Kalk erstmals einen Kölner Attac-"Ratschlag". Die Globalisierungskritiker wollen sich neue Strukturen geben und über Sozialabbau diskutieren. Worte wie Klassenkampf und Kapitalismus dürfen dabei nicht tabu sein, sagt Attac-Mitglied Heinrich Piotrowski

taz köln, 08.10.2004 S. 1

Interview taz köln

taz: Attac Köln lädt erstmals zu einem „Ratschlag“ ein. Warum? Heinrich Piotrowski: In der Anfangsphase von Attac hatten wir keine oder schlecht funktionierende Arbeitskreise. Dafür war aber das Plenum immer gut besucht. Heute ist es umgekehrt. Jetzt müssen die Arbeitskreise, die zur Zeit relativ autonom arbeiten, wieder zusammenfinden, damit Attac Köln auch eine Identität als … Weiterlesen

Montagsdemo für Karstadt-Beschäftigte

taz köln, 06.10.2004 S. 1

Meldung taz köln

Die Krise bei Karstadt war das große Thema der 9. Kölner Montagsdemonstration. Die rund 230 TeilnehmerInnen – so viele zählten Veranstalter und taz unabhängig voneinander und erstmals übereinstimmend – zogen am Montag Abend vom Roncalliplatz (Foto) zur Karstadt-Filiale in der Breite Straße und machten dabei lautstark ihrem Unmut über Hartz IV Luft. „Kämpft mit uns … Weiterlesen

Verfahren gegen Antifa eingestellt

taz köln, 27.08.2004 S. 1

Meldung taz köln

Das Verfahren gegen den Kölner PDS-Sprecher Timothi Maywood ist gegen die Zahlung von 100 Euro eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 31-Jährigen vorgeworfen, bei einer Demonstration gegen die rechtsextreme Gruppe „Pro Köln“ im vergangenen August Polizisten angegriffen zu haben. Obwohl die Beweislage gegen Maywood widersprüchlich war, wollte die Staatsanwaltschaft noch am Mittwoch in einer Verhandlung vor … Weiterlesen

Mal drunter, mal drüber

Im Prozess gegen einen Kölner Antifaschisten verwickeln sich die Beamten in Widersprüche. Doch die Staatsanwaltschaft will noch nicht aufgeben

taz köln, 26.08.2004 S. 4

Reportage taz köln

Timothi Maywood ist in Köln bestenfalls als PDS-Sprecher bekannt. Doch Staatsanwaltschaft und Polizei wissen mehr über ihn: Der 31-jährige Student soll bei einer Demonstration als „Rädelsführer“ aufgetreten sein. Er soll es alleine mit zwei bis drei Polizisten aufgenommen haben, um einen von der Polizei am Boden festgehaltenen Mitdemonstrierenden zu befreien, und dabei auch nicht vor … Weiterlesen

Antifaschist vor Gericht

Wegen Widerstandes gegen die Polizei bei Demo gegen "Pro Köln" wird heute vor dem Amtsgericht verhandelt

taz köln, 25.08.2004 S. 1

taz köln

Das antirassistische Grenzcamp, das vor einem Jahr auf den Poller Wiesen stattfand, hat ein weiteres juristisches Nachspiel. Heute um neun Uhr wird vor dem Kölner Amtsgericht gegen einen Kölner verhandelt, der am 2. August 2003 gegen eine Kundgebung von „Pro Köln“ demonstriert hat. Die rechtsextreme „Bürgerbewegung“ hatte an diesem Tag eine „Mahnwache“ gegen das Grenzcamp … Weiterlesen

Der Traum vom Leben ohne Zwang ist aus

Dreieinhalb Wochen lang bastelten die BesetzerInnen am Eifelplatz an ihrer Vision von einer anderen Welt. Gestern früh wurde das Gelände von der Polizei geräumt und Köln ist wieder ohne Soziales Zentrum. Und Klaus der Geiger würde am liebsten auf der Stelle woanders ein neues Haus besetzen

taz köln, 18.08.2004 S. 4

Reportage taz köln

Der Pinguin hängt zwar noch an seiner Leine, aber sonst ist am Eifelplatz nichts mehr, wie es war. Gestern früh bereitete die Polizei „Pingutopia“, wie das besetzte Haus am Eifelplatz von seinen Besetzern liebevoll genannt wurde, ein jähes Ende. Pinguine können doch fliegen, wollten die Aktivisten mit der Wahl ihres Maskottchens sagen. Gestern Morgen war … Weiterlesen

Montagsdemo zum Zweiten

taz köln, 16.08.2004 S. 1

Meldung taz köln

Wer von Fragebögen, Bedarfsgemeinschaften und Arbeitslosengeld II die Schnauze voll hat und Dampf ablassen will, kann das heute auf der zweiten Montagsdemo gegen die Hartz-Gesetze machen. Es trifft auf jeden Fall die richtigen, denn der Zug geht heute zum Parteibüro der Grünen. Beginn um 18 Uhr auf der Domplatte.

„Real Monopoly“ mit der Sozialistischen Selbsthilfe

taz köln, 05.08.2004 S. 1

taz köln

Ob jung oder alt, erwerbslos oder nicht – jeder konnte mitmachen beim „Real Monopoly“, das die von der Räumung bedrohte Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSK) am sonnigen Dienstag Nachmittag auf dem Kölner Rudolfplatz veranstaltete. „Wer hier nicht mitspielt, ist selbst der Dumme“, versprachen die SSKler und lockten die Vorbeigehenden mit tollen Sachpreisen – „1 Woche Mexiko“ … Weiterlesen