Flüchtlingshilfe Münster bedroht

taz nrw, 15.12.2006, S. 2

Meldung taz nrw

Die Flüchtlingshilfe Münster sieht durch drohende Kürzungen der Stadt ihre Arbeit gefährdet. CDU und FDP wollen die kommunalen Zuschüsse nächstes Jahr von 102.000 Euro auf 54.000 Euro reduzieren. Eine Kürzung „um fast die Hälfte ist völlig unverhältnismäßig“, sagt der grüne Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel, der auch Vorstandsmitglied der Flüchtlingshilfe ist. In Münster leben laut Flüchtlingshilfe etwa 5.000 Flüchtlinge, 2.000 von ihnen haben einen unsicheren Aufenthaltsstatus. „Die Leute rennen uns im Moment die Bude ein“, berichtet Geschäftsführerin Anna Laumeier, „um Unterstützung bei der Arbeitssuche zu bekommen und um zu klären, ob sie unter die Bleiberechtsregelung fallen.“


Autor: DIRK ECKERT