kündigung bei burger king

Ein Job für die Gewerkschaft

taz nrw, 20.12.2006 S. 1

Kommentar taz nrw

Burger King schreckt offenbar vor nichts zurück, wenn es gilt, einen missliebigen Betriebsrat einzuschüchtern. Drei Betriebsratsmitglieder und ein Wahlvorstand wurden dieses Jahr in einer Dortmunder Filiale des Fastfood-Riesen fristlos gekündigt. Unter fadenscheinigen Begründungen, die nachher von Gerichten wieder kassiert wurden. Es ist bezeichnend, dass Burger King öffentlich keine Stellung dazu beziehen will. Derzeit sieht es … Weiterlesen

“Überall herrscht die gleiche Struktur”

Alle Fastfood-Ketten sind "tendenziell sehr unfreundlich" zu Betriebsräten, sagt Gewerkschafter Manfred Sträter

taz nrw, 20.12.2006 S. 2

Interview taz nrw

taz: Herr Sträter, wie schmeckt Ihnen der Burger bei Burger King? Manfred Sträter: Gar nicht gut – jedenfalls seit in der Filiale Dortmund-Kley am 10. Mai drei Betriebsratsmitgliedern und einem Wahlvorstandsmitglied fristlos gekündigt wurde. taz: Die vier sollen Betriebsratswahlen manipuliert haben. Wie glaubhaft sind diese Anschuldigungen? Manfred Sträter: Sie wurden mittlerweile mehrfach gerichtlich überprüft. Das … Weiterlesen

Köln: Stadt prüft Messegeschäft

taz nrw, 18.12.2006 S. 2

Meldung taz nrw

Mit dem umstrittenen Bau der neuen Kölner Messehallen muss sich nun das städtische Rechnungsprüfungsamt beschäftigen. Das hat der Kölner Stadtrat mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen und FDP beschlossen. Geklärt werden soll, warum der Esch-Oppenheim-Fonds den Zuschlag für den Bau bekam und ob die Hallen wie vereinbart gebaut wurden. Die Linkspartei kritisierte, dass die … Weiterlesen

Mehr Kontrolleure

Landesregierung kritisiert Präsidenten-Veto gegen Gammelfleisch-Gesetz. Eigenes Gesetz angekündigt

taz nrw, 12.12.2006 S. 1

taz nrw

Nach dem Veto von Bundespräsident Horst Köhler gegen das Verbraucherinformationsgesetz will das Land dafür sorgen, dass Gammelfleisch-Firmen zumindest in Nordrhein-Westfalen öffentlich genannt werden können. Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg (CDU) kündigte gestern in Düsseldorf an, das NRW-Informationsfreiheitsgesetz entsprechend zu ändern. Es sei “bedauerlich, dass der Bundespräsident diese Entscheidung getroffen hat”, sagte Uhlenberg. Zum 1. Januar 2007 will … Weiterlesen

Fleisch außer Kontrolle

Ob Lebensmittel in NRW zukünftig besser getestet werden, ist fraglich: Die Finanzierung der 300 versprochenen neuen Kontrolleure wackelt. Heute tagen Städte und das Umweltministerium

taz nrw, 08.12.2006 S. 1

taz nrw

Die Landesregierung hat zunehmend Probleme, die Verbraucher besser vor Gammelfleisch zu schützen. Heute will das Umweltministerium mit den Kommunen und Kreisen beraten, wie die Kontrollen verstärkt werden können. Geplant ist, die Zahl der Kontrolleure von 300 auf 600 zu erhöhen. Wie das finanziert werden soll, ist aber unklarer denn je. Denn vergangenen Freitag ist NRW-Verbraucherschutzminister … Weiterlesen

Gen-Akten nach Plan entsorgt

Die Unterlagen zu ehemaligen Gen-Feldern in Nordrhein-Westfalen sind zum Teil vernichtet, sagt das Bundessortenamt. Naturschützer schalten Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer ein

taz nrw, 06.12.2006 S. 2

taz nrw

22 ehemalige Gen-Felder in Nordrhein-Westfalen sind möglicherweise für immer unauffindbar. Angeblich hat die für die Genehmigung zuständige Behörde, das Bundessortenamt in Hannover, selbst keine genauen Ortsangaben zu den Versuchsfeldern, auf denen vor 2004 gentechnisch veränderter Mais und Raps angebaut wurden. Zudem sind offenbar wichtige Akten unwiederbringlich verloren. Nach Auskunft der Behörde sind die letzten verbliebenen … Weiterlesen

Genmais bleibt geheim

In Nordrhein-Westfalen gibt es 22 geheime Gentechnik-Felder. CDU-Verbraucherschutzminister Uhlenberg erklärt sich für nicht zuständig. Naturschützer befürchten Wildwuchs von Genpflanzen

taz nrw, 02.12.2006 S. 1

taz nrw

Ob auf Nachbars Feld Genmais wächst, wissen viele Menschen im Land immer noch nicht. Der Grund: Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) hat nicht hartnäckig genug beim Bundessortenamt nachgefragt, kritisieren Umweltverbände und die Opposition im Landtag. In 22 Fällen, unter anderem in Biemsen, Borken, Gelder, Greven und Paderborn, wird immer noch geheim gehalten, wo genau die veränderten … Weiterlesen

Weidmanns Unheil

Das Waldsterben geht ungebremst weiter. Umweltminister Uhlenberg will die Wälder durch mehr Forstwirtschaft schützen. Waldexperte: Wegen Klimawandel müssen andere Baumarten her

taz nrw, 30.11.2006 S. 1

taz nrw

Der Zustand der Wälder in NRW hat sich dramatisch verschlechtert. Das zeigt der neue Waldschadensbericht, den Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) gestern in Düsseldorf vorgestellt hat. Nur noch 25 Prozent der Bäume gelten als gesund. 1984, als der Zustand des Waldes erstmals untersucht wurde, waren es noch 59 Prozent. Als deutlich geschädigt werden 25 Prozent aller … Weiterlesen

Späte Prämie von Agfa

Sieben Ex-Beschäftigte siegen auch in zweiter Instanz gegen den Fotohersteller Agfa. Revision zugelassen

taz nrw, 16.11.2006 S. 2

taz nrw

Es geht um Geld, viel Geld, das Otto Klohk entgangen ist. Insgesamt 156.000 Euro, verteilt über mehrere Jahre, wollte sein Arbeitgeber AgfaPhoto dem Betriebsingenieur zahlen, wenn er in den Vorruhestand geht. Doch 2005, kurz nachdem der heute 56-Jährige ausgeschieden war, meldete der Fotohersteller Insolvenz an. Die Pleite kam völlig überraschend, denn das Unternehmen war erst … Weiterlesen

Klinik vor Gericht

Duisburger Klinikleitung will Gewerkschafter aus dem Betrieb drängen - und wird zum Prozesshansel

taz nrw, 23.10.2006 S. 1

taz nrw

Das Klinikum Duisburg geht weiter juristisch gegen unliebsame Gewerkschafter und Betriebsräte vor – trotz mehrfacher Niederlagen vor Gericht. In einem Fall werde das Klinikum in die zweite Instanz gehen, kündigt eine Sprecherin des Krankenhauses an. “Ein politischer Skandal”, sagt Thomas Keuer, Gewerkschaftssekretär von Ver.di. Die Klinikleitung zeige sich als “schlechte Verliererin”. Hintergrund der Auseinandersetzung ist … Weiterlesen

Entlassung auf Bewährung

Er fährt. Wieder mal. Bisher ist der Sky Train am Düsseldorfer Flughafen vor allem durch Pannen aufgefallen. Nach erfolgter Generalüberholung gibt sich die Firma Siemens zuversichtlich. Zum Jahresende wird die Schwebebahn offiziell übergeben, die Kritikern zu Folge eine Fehlplanung ist

taz nrw, 18.10.2006 S. 3

Reportage taz nrw

Es wackelt und ruckelt. Im überfüllten Abteil suchen einige Fahrgäste nach Halt an den Griffen. Es ist voll im Sky Train, dem Flughafenshuttle, der wegen seiner vielen Pannen schon weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannt geworden ist. Dabei ist der Sky Train, der 2002 erstmals in Betrieb genommen wurde, offiziell noch nicht mal fertig: … Weiterlesen

Azubis immer billiger

Die Landesregierung will neue Ausbildungsplätze in Betrieben fördern. Gewerkschaftsvertreter, SPD und Grüne fürchten, dass das neue Modell im nächsten Jahr reguläre Lehrstellen verdrängt

taz nrw, 29.09.2006 S. 2

taz nrw

Es sollte der große Wurf werden, die spektakuläre Kehrtwende. Von einem “Notprogramm” war schon vorher in der Presse zu lesen. Doch seit bekannt ist, wie die Landesregierung zusätzliche Lehrstellen schaffen will, macht sich Enttäuschung breit. SPD und Grünen geht es nicht weit genug, Unternehmen nur finanzielle Anreize zu bieten, damit sie Azubis einstellen. Als “nicht … Weiterlesen

subventionierte lehrstellen

Die Falschen werden belohnt

taz nrw, 29.09.2006 S. 1

Kommentar taz nrw

13.000 Jugendliche suchen dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz. Für sie gibt es jetzt wieder etwas Hoffnung: Die Landesregierung hat sich endlich dazu durchgerungen, Ausbildungsplätze zu finanzieren. Fragwürdig ist allerdings die Methode, mit der CDU und FDP den Jugendlichen helfen wollen: Unternehmen bekommen Azubis für lau, weil das Land alle Kosten übernimmt. Anreize zu bieten statt … Weiterlesen

Gewerkschaftschef mit Weitblick

taz, 22.09.2006 S. 2

taz - die tageszeitung

Modernisierer, Reformer, Gewinnertyp – solche Charakterisierungen kommentiert Detlef Wetzel für gewöhnlich nicht. Das überlässt der medienerfahrene IG-Metall-Chef aus Nordrhein-Westfalen lieber anderen. Doch diese Woche kann der 53-Jährige einmal mehr einen Erfolg feiern. In der Nacht zum Donnerstag hat Wetzel als Verhandlungsführer der IG Metall einen Tarifabschluss für die 85.000 Stahlarbeiter in NRW, Bremen und Niedersachsen … Weiterlesen

Rolf, der Bluttester

Duisburgs Polizeipräsident Rolf Cebin verpflichtet seine Beamten zu Bluttests. Das beschäftigt ab heute die Justiz

taz nrw, 19.09.2006 S. 2

taz nrw

Rolf Cebin will Blut sehen. Nicht, dass der Duisburger Polizeipräsident besondere Neigungen zum Vampirismus hätte. Nein, der Jurist, der seit 1987 an der Spitze der Duisburger Polizei steht, will nur sichergehen, dass seine Beamten auch wirklich fahrtauglich sind. Deshalb gehört zur obligatorischen Fahrtauglichkeitsprüfung, der sich Polizisten alle paar Jahr unterziehen müssen, in Duisburg seit letztem … Weiterlesen

Anwaltskammer kritisiert ARGE

taz nrw, 16.09.2006 S. 2

Meldung taz nrw

Die Rechtsanwaltskammer Köln protestiert gegen die Entscheidung der Bonner Hartz-IV-Behörde, generell keine Akten mehr an Anwälte zu versenden. Überrascht zeigte sich Kammergeschäftsführer Christof Muthers insbesondere von der Begründung der Arbeitsgemeinschaft (ARGE), wonach herausgegebene Akten manipuliert worden seien. “Das ist ein strafrechtlich relevanter Vorwurf. Wir wundern uns, dass das nicht zur Anzeige gebrachte wurde”, sagte Muthers … Weiterlesen

Arg erfolglos in Argen

Falsche Informationen, keine Vermittlung: Arbeitslosenberater klagen über gravierende Mängel bei den nordrhein-westfälischen Hartz-IV-Behörden. Arbeitsagentur NRW räumt Defizite ein

taz nrw, 14.09.2006 S. 2

taz nrw

Fehlerhafte Bescheide, lange Wartezeiten und schlechte Beratung gehören offenbar immer noch zur Regel in den “Arbeitsgemeinschaften” (ARGE) in Nordrhein-Westfalen, die für die Arbeitslosengeld-II-Bezieher zuständig sind. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die Unabhängige Sozialberatung Bochum, die Erwerbslose im Umgang mit den Behörden berät. “Die kommen mit der Arbeit nicht hinterher” berichtet Sozialberater Norbert Hermann. “Vieles liegt … Weiterlesen

Azubistellen gesucht

Landesregierung lehnt außerbetriebliche Ausbildung ab. DGB: Notprogramm von 75 Millionen Euro ist finanzierbar

taz nrw, 12.09.2006 S. 1

taz nrw

Die NRW-Regierung lässt sich nicht auf ein Notprogramm für zusätzliche Ausbildungsplätze ein. “Die Landesregierung hat längst reagiert”, kommentierte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gestern die Lage am Arbeitsmarkt. Die CDU-FDP-Regierung stelle 50 Millionen Euro mehr für Ausbildung bereit als die rot-grüne Landresregierung 2004. Der DGB NRW hatte angesichts fehlender Ausbildungsplätze gestern gefordert, 75 Millionen Euro bereitzustellen, … Weiterlesen

ausbildungsplätze

Noch eine Lebenslüge

taz nrw, 12.09.2006 S. 1

Kommentar taz nrw

Guntram Schneider hat sich nicht sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Gerade mal 400 Euro Ausbildungsvergütung würde ein Lehrling im Rahmen des Ausbildungsprogrammes bekommen, das der NRW-Gewerkschaftschef von der Landesregierung fordert. Wenn der Vorschlag von der FDP gekommen wäre, hätten Gewerkschafter wahrscheinlich sofort einen verdeckten Einstieg in eine Billiglohnausbildung vermutet. Dass die Gewerkschaften so einen … Weiterlesen

PFT: BUND erstattet Anzeige

taz nrw, 08.09.2006 S. 1

Meldung taz nrw

Wegen der Verseuchung von Ruhr und Möhne durch die Perfluorierte Tenside (PFT) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Nordrhein-Westfalen Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg erstattet. Der Bund wirft zwei Firmen aus Paderborn und Rüthen vor, seit mindestens 2002 aus giftigen Abfällen so genannte Bodenverbesserer produziert zu haben, die dann an Landwirte in … Weiterlesen

Kliniken starten Kampagne

Die NRW-Kliniken wollen die Gesundheitsreform der Bundesregierung stoppen. Diese führe zu Personalabbau, Leistungskürzungen und Klinikschließungen auf dem Land, fürchten sie

taz nrw, 06.09.2006 S. 1

taz nrw

Die NRW-Krankenhäuser schlagen Alarm: Wegen der geplanten Gesundheitsreform drohten Personalabbau und Leistungsreduzierung. “Eine Reihe von Krankenhäusern wird außerdem in die Insolvenz getrieben”, warnte Johannes Kramer, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), gestern in Düsseldorf. Mit einer bundesweiten Kampagne, die gestern startete, wollen die Krankenhäuser nun die Gesundheitsreform stoppen, die die NRW-Kliniken in 2007 mit 180 Millionen … Weiterlesen

Mehr Gewinn in Sicht

Allianz erhöht ihre Gewinnprognose. Stellenabbau geht weiter. NRW-Gewerkschafter: "Kapitalismus brutal"

taz nrw, 05.08.2006 S. 1

taz nrw

Mit Empörung haben nordrhein-westfälische Gewerkschafter auf die Ankündigung der Allianz reagiert, trotz erhöhter Gewinnprognose am Arbeitsplatzabbau festzuhalten. “Kein Mensch versteht mehr, warum in Dortmund 370 Allianz-Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit geschickt werden sollen und mehrere hundert Arbeitsplätze bei der Dresdner Bank auf dem Spiel stehen”, kritisierte Roman Eberle von der Gewerkschaft Ver.di in Dortmund. “Das ist … Weiterlesen

Im Korsett der Vermittler

Weil sie eine Mutter in den "erotischen Bereich" schicken wollte, entschuldigt sich die Aachener Arbeitsgemeinschaft. Erwerbslosenforum: Kommunen mit Arbeitsvermittlung überfordert

taz nrw, 04.08.2006 S. 2

taz nrw

Die Entschuldigung ließ nicht lange auf sich warten. “Ein solches Vermittlungsangebot hätte nicht gemacht werden dürfen”, stellt der Geschäftsführer der Aachener Arbeitsgemeinschaft (ARGE), Marcell Raschke, klar. Und so muss Thea S. nun doch nicht Prostituierte für die Internetseite einer Erotik-Agentur anwerben. Genau dieses Angebot hatte die ARGE der arbeitslosen zweifachen Mutter aus Aachen nämlich gemacht. … Weiterlesen

Aufstand der Sachbearbeiter

Der drohende Jobverlust treibt so manchen Allianz-Angestellten in die Arme der Gewerkschaft. In Dortmund tauschten am Montag Mitarbeiter ihre Bürokluft gegen Aktions-T-Shirts, bedruckt mit Kampfparolen gegen den Stellenabbau in NRW

taz nrw, 02.08.2006 S. 3

Reportage taz nrw

Schnell noch ein paar Unterschriftenlisten unter den Arm geklemmt, dann geht es los. “Du sammelst die Unterschriften, ich verteil’ die Karten”, schlägt er vor. Sie nickt. Zügig verlassen Irina und Thomas Bürstinghaus das Betriebsratsbüro der Dortmunder Commerzbank. Im Haupteingang bauen sie sich auf. Schon bald hat die 47-jährige Irina Bürstinghaus die erste Kundin angesprochen. “Das … Weiterlesen

störungen im zugverkehr

Die Bahn gefährdet ihre Zukunft

taz nrw, 28.07.2006 S. 1

Kommentar taz nrw

Angeblich ist ja noch nichts passiert. Trotz kaputter Klimaanlagen in den Regionalzügen der Bahn wurden bislang in Nordrhein-Westfalen kein Kreislaufkollaps, kein Todesfall gemeldet. Soweit die gute Nachricht. Ein Anlass zur Entwarnung sollte das aber nicht sein: Wer in den letzten Wochen mal im Regionalexpress zwischen Dortmund, Düsseldorf und Köln ein Abteil ohne Kühlung erlebt hat, … Weiterlesen

Bahn als Saunaclub

Immer mehr Bahnkunden beschweren sich über ausfallende Klimaanlagen in Pendlerzügen, auch der Betriebsrat fordert Abhilfe, Experten warnen vor Hitzschlägen. Doch die Bahn wiegelt ab

taz nrw, 28.07.2006 S. 1

taz nrw

Wegen häufig ausfallender Klimaanlagen in nordrhein-westälischen Zügen regt sich zunehmend Protest bei den Bahnkunden. “Wir haben die Beschwerden am Dienstag der Bahn weitergegeben”, berichtet Melanie Schliebener von der “Schlichtungsstelle Nahverkehr” der Verbraucherzentrale NRW. Normalerweise würden sich kaum Kunden melden wegen Hitze im Zug, sagt Schliebener. Im Juli seien hingegen schon 15 Beschwerden eingegangen. “Die Bahn … Weiterlesen

Schwestern zahlen für Chefärzte

Die Ärzte weiten ihre Streiks an den kommunalen Kliniken munter aus. Gelingt es dem Marburger Bund, das Arbeitgeberlager zu spalten, müssen die Krankenschwestern und Hausmeister bei Ver.di um ihre eigenen Löhne - und um ihre Jobs bangen

taz, 26.07.2006 S. 6

taz - die tageszeitung

Zur Frühstückspause haben sich einige Patientinnen und Patienten nach draußen gesetzt. Es gibt Brötchen, Bild und Zigaretten. Streiken die Ärzte hier oder nicht? Auf der Bank vor dem Haupteingang der Städtischen Klink Köln-Merheim gehen die Meinungen auseinander. “Diese Woche machen sie hier eine ganze Station dicht”, behauptet eine Frau. Eine andere erinnert sich, dass letzte … Weiterlesen

Ärzte: Demo in Dortmund

taz nrw, 25.07.2006 S. 1

Meldung taz nrw

Die Ärzte der kommunalen Kliniken weiten ihren Arbeitskampf aus: Die Ärztevertretung Marburger Bund veranstaltet heute in Dortmund die erste landesweite Kundgebung, zu der bis zu 2.000 Ärzte erwartet werden. An mehreren NRW-Kliniken begann gestern ein einwöchiger Streik. Der Marburger Bund hatte die Tarifverhandlungen vor knapp einer Woche abgebrochen. Das Angebot der Arbeitgeber laufe auf “massive … Weiterlesen

Ärzte spalten Kliniken

Der Marburger Bund verhandelt schon mit den NRW-Kliniken über Einzelverträge. Ärzte weiten ihre Streiks aus. Arbeitgeberverband warnt die kommunalen Kliniken vor Alleingängen

taz nrw, 20.07.2006 S. 1

taz nrw

Die Kliniken in NRW haben Einzelverhandlungen mit dem Marburger Bund begonnen. “Wir haben Kontakte aufgenommen”, sagte der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, zur taz. Er wolle aber keine Namen nennen. “Die kommunalen Arbeitgeberverbände üben großen Druck auf ihre Kliniken aus”, begründete er seine Vorsicht. Nachdem die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) … Weiterlesen

Übernahme kostet 1.800 Stellen

taz nrw, 20.07.2006 S. 1

Meldung taz nrw

Wegen der Übernahme von Gerling durch den Versicherungskonzern Talanx werden in Deutschland 1.500, weltweit 1.800 Stellen gestrichen. Am Standort Köln will Talanx die Sparte Lebensversicherung konzentrieren. So soll der Gerling-Standort Wiesbaden mit 450 Mitarbeitern nach Köln umziehen, ebenso die Talanx-Tochter Aspect mit 420 Mitarbeitern. Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) zeigte sich zufrieden, dass in Köln wenigstens … Weiterlesen

Betriebsrätin vor Gericht

taz nrw, 19.07.2006 S. 1

Meldung taz nrw

Die Kündigung von sechs gewerkschaftlichen Vertrauensleuten am Klinikum Duisburg wird ab heute vor dem dortigen Arbeitsgericht verhandelt. Die Klinik hatte den Betriebsräten und Gewerkschaftern im März nach Protesten im Klinikum gekündigt. Einen Vergleichsvorschlag des Gerichts hatte das Klinikum kürzlich abgelehnt. Im ersten Verfahren geht es um die Kündigung einer Betriebsrätin. Gewerkschafter wollen vorher gegen die … Weiterlesen

Verlegerfunk mit Erfolg

Das private Radio NRW und seine Lokalsender haben erneut die meisten Hörer in Deutschland

taz nrw, 19.07.2006 S. 2

taz nrw

NRW liegt vorne. Genauer gesagt: Radio NRW. Der Privatsender beziehungsweise die 45 lokalen Privatradios, die das Programm von Radio NRW ausstrahlen, werden täglich von 4,682 Millionen Menschen gehört. Kein Radioprogramm in Deutschland erreicht so viele Hörer, wie eine gestern vorgelegte Reichweitenanalyse ergab. Allerdings kommen die sechs WDR-Programme zusammen auf 7,372 Millionen Hörer. Seit 13 Jahren … Weiterlesen

“Kassenkredite helfen nur kurzfristig”

Von der Kreditaufnahme profitieren nur die Banken, sagt Wolfgang Richter vom Linken Bündnis Dortmund

taz nrw, 15.07.2006 S. 2

Interview taz nrw

taz: Herr Richter, der Bund der Steuerzahler wirft den Kommunen vor, durch kurzfristige Kredite – so genannte Kassenkredite – ihren tatsächlichen Schuldenstand zu verschleiern. Zu Recht? Wolfgang Richter: Ja, denn die Kassenkredite werden getrennt von den normalen Krediten geführt. So kann man sie schön verschwinden lassen, wenn der Schuldenstand veröffentlicht wird. taz: Können Kommunen diese … Weiterlesen

“Coca-Cola weiß seit Jahren Bescheid”

Bei den Abfüllern von Coca-Cola in Kolumbien werden weiter Gewerkschafter verfolgt, sagt Schriftsteller Raul Zelik

taz nrw, 10.07.2006 S. 2

Interview taz nrw

taz: Herr Zelik, Coca-Cola gibt sich gerade sehr gesprächsbereit. Stellt sich das Unternehmen endlich der Kritik an seinem Geschäftsverhalten? Raul Zelik: Coca-Cola versuchte nur, einen Imageschaden während der WM abzuwenden. Das Unternehmen hat deshalb auch mit uns Gespräche geführt und angekündigt, seine Unternehmenspolitik neu auszurichten. Das ist aber alles nur Schall und Rauch. Die Lage … Weiterlesen

Studis machen Coke nervös

Wegen Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien wollen Studis an der Uni Köln Coca-Cola boykottieren. Der Konzern reagiert umgehend mit einem Brief an alle Studentenwerke

taz nrw, 10.07.2006 S. 2

taz nrw

Bonaqua, Fanta und Sprite sollen nicht mehr auf den Tisch. Auch nicht Coca-Cola. Denn die Produkte des gleichnamigen Getränkeherstellers sind an der Kölner Universität unerwünscht: Mit großer Mehrheit hat sich das Studierendenparlament der Hochschule kürzlich für den Boykott des Coca-Cola-Konzerns ausgesprochen. Vorbild sind die Unis in den Vereinigten Staaten. Dutzende boykottieren dort das Unternehmen, ebenso … Weiterlesen

Eine Allianz mit Ver.di

Allianz-Mitarbeiter wollen sich gegen den Arbeitsplatzabbau an den NRW-Standorten wehren. Ver.di kann sich über Eintritte von Allianzern freuen. DGB-Chef Schneider: "die neuen Stahlarbeiter"

taz nrw, 07.07.2006 S. 1

taz nrw

Die Angestellten der Allianz in Nordrhein-Westfalen tauschen ihre Aktentaschen gegen Demoplakate: Am Aachener Standort werden für nächste Woche die ersten Warnstreiks gegen den geplanten Stellenabbau vorbereitet. In Dortmund fand gestern eine Kundgebung statt. “Wir werden um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen”, kündigt für Köln der dortige Ver.di-Gewerkschaftssekretär Rainer Klein an. Die Allianz hatte kürzlich bekannt gegeben, … Weiterlesen

Straßen for sale

Um zu sparen, schreibt der Kreis Lippe den Betrieb seiner Straßen aus. Gewerkschafter starten ein Bürgerbegehren

taz nrw, 05.07.2006 S. 2

taz nrw

Auf was lassen sich Kommunalpolitiker nicht alles ein, wenn es nur Geld in die Kasse bringt: Jahrelang verscherbelten Kommunen, auch in Nordrhein-Westfalen, ihre Kanalnetze, Grundstücke oder Straßenbahnschienen an US-Investoren. Cross-Border-Leasing nannte sich dieses Scheingeschäft, mit dem auf jeden Fall die amerikanischen Steuerzahler geschädigt wurden. Inzwischen sind diese Geschäfte nicht mehr möglich. Der neueste Kämmerer-Hype heißt … Weiterlesen

Neues vom Baggerloch

Naturschützer fordern nach dem Garzweiler-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das gesamte Bergbau-Recht zu reformieren. RWE Power hält jedoch eisern am Braunkohletagebau fest

taz nrw, 01.07.2006 S. 1

taz nrw

RWE Power hält trotz des Garzweiler-Urteils des Bundesverwaltungsgerichts am Braunkohletagebau in Garzweiler II fest. “Wir halten die Bagger nicht an”, so Unternehmenssprecher Manfred Lang zur taz. Das Leipziger Gericht hatte am Donnerstag Abend entschieden, dass Grundstücksbesitzer schon gegen den so genannten Rahmenbetriebsplan klagen können. “Wir gehen davon aus, dass der Rahmenbetriebsplan zulässig war”, sagte Lang. … Weiterlesen

Unternehmen boykottieren Über-55-Jährige

Die Arbeitslosigkeit in NRW sinkt leicht, aber ältere Arbeitnehmer haben am Arbeitsmarkt kaum Chancen, klagt die Arbeitsagentur. Arbeitsminister Laumann will sich um das Problem kümmern. Grüne: Wo ist der Rüttgers-Effekt?

taz nrw, 30.06.2006 S. 1

taz nrw

Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben massive Vorbehalte, ältere Bewerber einzustellen. “In der Regel fällt die Entscheidung zugunsten des Jüngeren”, bedauerte Christiane Schönefeld, die Chefin der NRW-Regionaldirektion der Arbeitsagentur. Nach den neusten Zahlen, die die Arbeitsagentur NRW gestern in Düsseldorf vorstellte, werden bei Stellenausschreibungen in neun von zehn Fällen Bewerber eingestellt, die jünger als 50 Jahre … Weiterlesen

Initiative gegen LEG-Verkauf

taz nrw, 28.06.2006 S. 2

Meldung taz nrw

Kein Verkauf der landeseigenen Immobilienfirma LEG – das fordert eine Volksinitiative, die seit gestern läuft. Ein Bündnis aus Mieterverbänden und Gewerkschaften will nun 66.000 Unterschriften sammeln und so den von der Landesregierung geplanten Verkauf der 110.000 LEG-Wohnungen an private Anlagefonds verhindern. “Richtig los geht es, wenn die Ferien vorbei sind”, kündigte Helmut Lierhaus vom Mieterverein … Weiterlesen

Nicht kompromissbereit

Geschäftsführer Reinhard Isenberg verteidigt den harten Kurs des Klinikums Duisburg gegen Ver.di und Betriebsrat

taz nrw, 27.06.2006 S. 2

taz nrw

Ein Vergleich? Nein, das kommt für Reinhard Isenberg nicht in Frage. Trotz Protesten von Gewerkschaftern quer durch die Bundesrepublik: Der Geschäftsführer des Duisburger Klinikums weigert sich weiterhin, die Kündigung von sechs Gewerkschaftern und Betriebsratsmitgliedern zurückzunehmen. Diese hatten im Frühjahr gegen die Entlassung von Kollegen protestiert – und damit nach Auffassung von Isenberg gegen die Friedenspflicht … Weiterlesen

Der Nächste, bitte!

Die Ärzte streiken wieder für mehr Gehalt - diesmal an den kommunalen Krankenhäusern. Arbeitgeber drohen mit Einkommens- und Arbeitsplatzverlust bei den anderen Klinikbeschäftigten

taz nrw, 26.06.2006 S. 1

taz nrw

Gerade ist der Streik an den sechs Uniklinken des Landes vorbei, da steht Nordrhein-Westfalen der nächste Arbeitskampf bevor: Bundesweit treten heute die Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern in den Ausstand. An den 82 kommunalen Kliniken in Nordrhein-Westfalen werde es zunächst jedoch nur “punktuelle, zeitlich befristete Arbeitsniederlegungen” geben, sagte Michael Helmkamp, der NRW-Sprecher der Ärzteorganisation Marburger … Weiterlesen

Der teure Sog in die Tiefe

Häuser bekommen Risse, Straßen versinken: Die Nebenwirkungen des Bergbaus sind kostspielig - und die Ruhrkohle AG möchte das Problem gerne los sein. Doch Politiker befürchten, dass die "Ewigkeitskosten" am Staat hängen bleiben

taz nrw, 22.06.2006 S. 3

Reportage taz nrw

Der Riss geht einmal längs durch die Wand. Darunter ist ein Kellereingang – verrammelt und mit Balken gesichert. “Das ist ein Totalschaden”, erklärt Achim Sprajc und zeigt auf das rote Backsteinhaus am Ortsrand von Bottrop-Kirchhellen. Von weitem sieht es ganz normal aus. Geht man jedoch näher heran, sieht man, wie sich der Boden vor dem … Weiterlesen

Lotse ohne Plan

Düsseldorf hat mit Christoph Blume wieder einen Flughafenchef. Ein Entwicklungskonzept fehlt noch

taz nrw, 21.06.2006 S. 2

taz nrw

Düsseldorf hat wieder einen obersten Fluglotsen. Der neue Chef am Düsseldorfer Flughafen heißt Christoph Blume und war – obwohl selbst SPD-Mitglied – der Kandidat von Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU). Der Aufsichtsrat wählte ihn am Montag Abend zum Nachfolger von Rainer Schwarz, der an die Spitze des Flughafens Berlin gewechselt ist. Mit der Wahl von … Weiterlesen

Open Air statt Grand Hotel

Das Geschäft mit der Zimmervermietung läuft schlechter als erwartet. Hotels und Pensionen fühlen sich als WM-Verlierer, weil die Fans sich für günstige alternative Unterkünfte entscheiden

taz nrw, 17.06.2006 S. 2

taz nrw

Die Welt zu Gast? Von wegen. Aus Sicht der Hotels und Pensionen in Nordrhein-Westfalen hat das Motto der Fußballweltmeisterschaft ein bisschen viel versprochen. Nach gut einer Woche WM ist bei ihnen Ernüchterung eingekehrt: Das große Geschäft mit der Zimmervermietung ist bislang ausgeblieben. Mit gerade mal 20 Prozent mehr Gästen während der Weltmeisterschaft rechnet zum Beispiel … Weiterlesen

“Sonst droht die Zerschlagung der Bahn”

Die Finanzierung des Bahnnetzes muss neu geregelt werden, sagt Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn

taz nrw, 16.06.2006 S. 2

Interview taz nrw

taz: Herr Ebbers, heute soll der Bundesrat darüber abstimmen, ob die Bundeszuschüsse für den Nahverkehr bis 2009 um rund 2,3 Milliarden Euro gekürzt werden. Besteht eine Chance, dass der Bundesrat die Kürzungen ablehnt? Lothar Ebbers: Der Bundesrat dürfte sie mit Sicherheit ablehnen. Ich befürchte aber, dass der Bund den Ländern im Vermittlungsausschuss in einigen anderen … Weiterlesen

Mit Bonuszahlungen in die Pleite

Geldverschwendung aller Orten: Auf vieles kann verzichtet werden, sagt der Landesrechnungshof. Einige Beispiele

taz nrw, 13.06.2006 S. 2

taz nrw

Forstdienstgehöfte: Zum Landesbetrieb Wald und Holz NRW gehören 89 Forstdienstgehöfte, an denen zum Beispiel Waldbrände und Wildunfälle gemeldet werden können. Der Landesrechnungshofes hat alle untersucht und kam zu dem Ergebnis: Das sind 42 zu viel. Landesvertretung: Im November 2002 wurde in Berlin die neue Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen fertig gestellt. Der Bau war 30 Prozent … Weiterlesen

“600 Millionen Euro im Jahr sind zu viel”

Der Ausstieg aus der Steinkohlesubventionierung muss jetzt vereinbart werden, sagt der Grüne Reiner Priggen

taz nrw, 12.06.2006 S. 2

Interview taz nrw

taz: Herr Priggen, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen fordert den Ausstieg aus den Kohlesubventionen. Zu Recht? Reiner Priggen: Eindeutig ja. Subventionierung bietet keine wirtschaftliche Perspektive. Es wäre das sinnvollste, jetzt den Ausstieg aus der Steinkohle zu vereinbaren, damit alle in der Kohle Beschäftigten wissen, was auf sie zukommt. Da hat das RWI völlig … Weiterlesen

Gewinne kommen vor Investitionen

Private verbessern die Abwasserentsorgung nicht, sagen Globalisierungskritiker. Einige Fälle aus aller Welt

taz nrw, 09.06.2006 S. 2

taz nrw

Zum Beispiel London: In der britischen Hauptstadt ist die Wasserversorgung in der Hand von RWE: Dem Essener Global Player gehört seit dem Jahr 2000 der britische Versorger Thames Water. Damit ist RWE auch für 64.000 Kilometer Abwasserleitungen nicht nur in London verantwortlich. Globalisierungskritikern gilt Thames Water als Musterbeispiel dafür, wie durch Privatisierung ein vorher öffentliches … Weiterlesen

Münte soll schwarz-gelben Kombilohn zahlen

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) droht, für sein Kombilohn-Modell notfalls vor Gericht zu ziehen. CDU und FDP werfen Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) vor, den Kombilohn "aus Eifersucht" zu blockieren

taz nrw, 19.05.2006 S. 1

taz nrw

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hält trotz aller Widerstände von Franz Müntefering eisern an ihrem Kombilohnmodell fest. “Das werden wir notfalls vor Gericht ausfechten”, kündigte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gestern im Düsseldorfer Landtag an. Dem Bundesarbeitsminister warf er “Zentralismus” vor. Der Bund könne in der Arbeitsmarktpolitik nicht alles alleine steuern, warnte er. Das Bundesarbeitsministerium wollte die Drohung … Weiterlesen