Kleine Zitatensammlung

Erinnern an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki

taz köln, 26.07.2001, Nr. 61, S. 3

taz köln

Zerfetzte Körper, Halbtote, die ihre verstrahlten Körper torkelnd durch zerstörte Straßen schleppen – am 6. und 9. August 1945 fielen US-amerikanische Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Mit der kleinen Ausstellung „Die Atombombe und der Mensch“ im Bürgerhaus Stollwerck will das Kölner Friedensforum an das Schicksal der Opfer erinnern und sich für die Abschaffung aller Atomwaffen einsetzen. Bilder und Zeichnungen zeigen die Auswirkungen der Bombenangriffe und der Kampf der Überlebenden um Anerkennung und gegen Atomwaffen. Wer von der Ausstellung allerdings Aufklärung über die politischen Hintergründe der Atombombenabwürfe erwartet, wird leider nur mit einer kurzen Zitatensammlung abgespeist.

Von den USA und Japan seien die Folgen der Atombomben lange Zeit totgeschwiegen worden, so Gisela Behrendt vom Hiroshima-Arbeitskreis des Kölner Friedensforums bei der Ausstellungseröffnung am letzten Freitag. Erst 13 Jahre später hätten die Überlebenden begonnen, sich zu organisieren.

Das Kölner Friedensforum will auch am 6. August wieder vor dem Kölner Dom an den Abwurf der ersten Atombombe erinnern.

Die Ausstellung ist bis zum 9. August im Bürgerhaus Stollwerck und danach in der Antoniterkirche zu sehen.


Autor: DIRK ECKERT