Kölns Gewerkschaften: kein Grund für längere Öffnungszeiten beim Weltjugendtag

taz köln, 10.05.2005, S. 1

Meldung taz köln

Ladenöffnungszeiten bis 24 Uhr – das kann sich der DGB in Köln bei der Fußball-WM 2006 vorstellen, nicht aber beim Confederation Cup im Juni und beim Weltjugendtag im August. „Alles, was Kölner Politik und Wirtschaft fordern, ist nicht gesetzeskonform“, kritisierte gestern der Kölner DGB-Chef Wolfgang Uellenberg-van Dawen. Einen erhöhten Versorgungsbedarf, – Voraussetzung für längere Öffnungszeiten – könne er nur bei der WM erkennen. Beim Confederation Cup mit den drei Spielen in Köln und beim Weltjugendtag sieht der Gewerkschafter indes keinen Grund für längere Öffnungszeiten. So habe der Weltjugendtag ausdrücklich erklärt, die Pilger selbst zu versorgen, betonte Uellenberg-van Dawen. Von längeren Öffnungszeiten wären in Köln laut Berndt Petri von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di potenziell bis zu 42.000 Beschäftigte betroffen. Allerdings wollten gar nicht alle Händler länger öffnen, sagte Petri. Der Druck komme „aus der Innenstadt“, namentlich von Kaufhof.


Autor: Dirk Eckert