Behinderte behindern

FDP will Sonderparkplatz-Nutzung einschränken

taz köln, 01.02.2001, Nr. 38, S. 4

taz köln

Die Stadt Köln plant nach Informationen der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Behindertenparkplätze zeitlich zu beschränken. Die Verschlechterung der Parkmöglichkeiten für Behinderte ist einer Anregung der verkehrspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Christtraut Kirchmeyer, zu verdanken. „Behindertenparkplätze sind sinnvoll und notwendig“, meinte Kirchmeyer und räumte auch ein, dass Behindertenparkplätze behinderten Personen ermöglichen sollen, direkt vor Arztpraxen, Krankenhäusern oder öffentlichen Gebäuden zu parken. Eine „Beschränkung des Parkraums auf Behinderte“, werde aber „außerhalb der Öffnungszeiten“ nicht gebraucht, meinte Kirchmeyer.

Nach Angaben der FDP-Politikerin will die Stadt Köln Behindertenparkplätze nun „vermehrt zeitlich beschränken“, wobei „in jedem Einfall“, so Kirchmeyer, „eine bedarfsorientierte Prüfung des Umfeldes“ erfolgen soll.


Autor: DIRK ECKERT